FC Bayern bleibt gelassen über Lennart Karls Vertragslage
Der Hype um das Talent Lennart Karl ist enorm. Berichten zufolge reagieren Topklubs, darunter der FC Bayern, mit einer Vertragsverlängerung, obwohl dies nicht notwendig ist.
München – Das Interesse an Lennart Karl wächst stetig, doch beim FC Bayern bleibt man gelassen und sieht keinen Handlungsdruck. Trotz der Meldung des gut informierten Transfer-Insiders Fabrizio Romano über eine geplante Vertragsverlängerung an der Säbener Straße, entspricht dies nicht den Plänen des Rekordmeisters. Dies liegt nicht an mangelnder Wertschätzung, sondern daran, dass die Verantwortlichen des FC Bayern den bestehenden Vertrag am 8. August so gestaltet haben, dass alle Entwicklungsschritte des vielversprechenden Talents automatisch berücksichtigt werden.
Christian Falk, Fußballchef von BILD, äußerte sich zu den Romano-Ankündigungen im „Bayern-Insider“-Podcast: „Das ist nicht wahr. Es wird keinen neuen Vertrag geben, weil der bestehende Vertrag alles abdeckt.“ Dieser Vertrag legt besonderen Wert auf die künftigen Schritte des 17-Jährigen und enthält sogenannte „Multi-Szenarien“, also automatische Anpassungen, die je nach Entwicklung von Karl in Kraft treten. Sollte er früher als erwartet in der ersten Mannschaft spielen, verbessert sich sein Vertrag automatisch. Entwickelt er sich jedoch zunächst im Nachwuchsbereich weiter, gelten andere Konditionen.
„Es sind Klauseln eingebaut. Je mehr Spiele er macht und je besser er spielt, desto mehr verdient er. Diese Klauseln treten jetzt nacheinander in Kraft. Der Vertrag wird sich auch an seinem 18. Geburtstag, am 22. Februar 2026, automatisch verlängern. Derzeit läuft er bis 2028, danach bis 2029“, betont Falk. Damit hat der FC Bayern vorgesorgt, um zu verhindern, dass der U21-Nationalspieler in Verhandlungen gedrängt oder durch neue Vertragsgespräche zusätzlich belastet wird.
Sowohl Ehrenpräsident Uli Hoeneß als auch der aktuelle Präsident Herbert Hainer haben zuletzt gewarnt, Lennart Karl nicht zu überfordern. Der Verein möchte verhindern, dass Karl zu früh einem schädlichen Erwartungsdruck ausgesetzt wird, der bereits viele große Talente negativ beeinflusst hat. BILD-Reporter Altschäffl erklärte dazu: „Karl soll in Ruhe wachsen. Der Vertrag ist kein Thema, weil man ihn nicht zusätzlich unter Druck setzen will.“