FC Bayern Damen kritisieren Allianz Arena nach Champions-League-Sieg
Die Allianz Arena ist die fußballerische Heimat des FC Bayern, doch ein Star aus München übt leise Kritik am Stadion.
München – Was für ein Spektakel, eine beeindruckende Aufholjagd und letztlich ein Sieg: Die Damen des FC Bayern haben in der Champions League einen bemerkenswerten Erfolg gegen den FC Arsenal gefeiert. Mit 3:2 setzten sie sich durch, nachdem sie zunächst mit 0:2 zurücklagen. Die Partie fand in der Allianz Arena statt, und FCB-Star Georgia Stanway deutet an, dass der Rückstand möglicherweise mit der Atmosphäre im Stadion zu tun hatte.
Über 15.000 Zuschauer hatten sich am Mittwoch in die Allianz Arena begeben, um die Damen siegen zu sehen. Am Ende erlebten sie ein mitreißendes Fußballfest, obwohl der Start alles andere als vielversprechend war. Stanway äußerte sich grundsätzlich positiv darüber, dass sie und ihre Teamkolleginnen in der Fröttmanninger Arena spielen durften.
„Ich möchte ehrlich sein: Dies geschieht uns in der ersten Halbzeit jedes Mal, wenn wir hier spielen“, gestand sie nach dem gewonnenen Spiel. Was hat der Rückstand mit dem Stadion zu tun? Für Stanway ist die Antwort einfach: Die ungewohnte Kulisse steigert die Nervosität auf dem Platz und führt zu Fehlern.
Stanway erklärt weiter: „Es ist ein wenig abnormal. Manchmal werden wir zu aufgeregt und spüren die Emotionen zu intensiv. Je häufiger wir hier spielen, desto wohler fühlen wir uns.“ Die Damen des FC Bayern haben nicht oft die Gelegenheit, im Stadion der Herren zu spielen, aber gelegentlich dürfen sie bei besonderen Anlässen in die Arena umziehen.
Zu Beginn der aktuellen Bundesliga-Saison feierten die Münchnerinnen einen 2:0-Sieg gegen Bayer Leverkusen, taten sich jedoch lange Zeit schwer. Die Kulisse in der Allianz Arena motiviert die Spielerinnen, kann sie aber auch in gewisser Weise hemmen. Weitere Auftritte in dieser Saison könnten folgen, und vielleicht gelingt der nächste internationale Sieg auch ohne ein zwischenzeitliches 0:2.