FC Bayern dominiert VfL Wolfsburg mit 8:1

FC Bayern dominiert VfL Wolfsburg mit 8:1

Trotz frostiger Temperaturen zeigte der FC Bayern München gegen den VfL Wolfsburg eine herausragende Leistung und schickte die Gäste mit einem 8:1 nach Hause.

München – Die Sonntagabend-Partie des 16. Bundesliga-Spieltags in der Allianz Arena fand bei eisigen Minusgraden statt und verdeutlichte eindrucksvoll, warum der VfL Wolfsburg als Lieblingsgegner des FC Bayern gilt. Der Werksverein reiste mit einer Portion Selbstvertrauen an, nachdem er unter dem neuen Trainer Daniel Bauer in den letzten vier Spielen sieben Punkte gesammelt hatte.

Die Gäste versteckten sich nicht, als der Rekordmeister früh in Führung ging. Eine Hereingabe von Luis Díaz wurde von Kilian Fischer vor dem einschussbereiten Michael Olise ins eigene Tor bugsiert (5.). Dženan Pejčinović glich jedoch nur acht Minuten später zum 1:1 aus. Die Münchner gingen dennoch mit einer 2:1-Führung in die Halbzeitpause – ein Kopfball von Díaz nach einer Flanke von Olise (30.).

Das Flügel-Duo, das nach dem Spiel mit „Robbery“ verglichen wurde, überragte auch in der zweiten Halbzeit. Olise erzielte sein fantastisches 3:1 mit einem typischen „Robben-Move“ (50.), und nur drei Minuten später konnte Moritz Jenz eine Hereingabe von Díaz ins eigene Tor klären, was das 4:1 bedeutete. Damit war der Widerstand des Meisters von 2009 früh in der zweiten Halbzeit gebrochen.

Dann war es die Stunde von Harry Kane, der zuvor mehr durch seine Spielübersicht als durch Torraumszenen aufgefallen war: Zunächst bediente er beim 5:1 Raphaël Guerreiro uneigennützig (68.), bevor er nur eine Minute später mit einem Weltklasseschlenzer ins rechte Torwarteck das 6:1 erzielte.

Die gnadenlosen Bayern erhöhten das Ergebnis auf 8:1: Erneut traf Olise nach Vorarbeit von Díaz (76.), und der kurz zuvor eingewechselte Leon Goretzka erzielte mit einem beeindruckenden Treffer aus nahezu unmöglichem Winkel in der 88. Minute den Endstand. Dieser Treffer stellt zudem die höchste Niederlage in der fast 29-jährigen Bundesliga-Geschichte des VfL Wolfsburg dar.

Chefcoach Vincent Kompany äußerte: „Es ist nicht normal, es ist nicht selbstverständlich. Ich sage das oft in dieser Saison, aber es ist die Wahrheit – das darf man nicht vergessen. Die erste Halbzeit war wirklich nicht einfach. Wolfsburg ist offensiv stark und benötigt nicht viele Chancen, was wir in der ersten Halbzeit gesehen haben. Ich hatte jedoch immer das Gefühl, dass wir nah dran sind und vielleicht noch mehr Chancen kommen, wenn sie ein bisschen müde werden. Genau das ist in der zweiten Halbzeit passiert, und wir haben das gut genutzt. Es sind diese Momente, in denen wir bei einem Stand von 5:1, 6:1 oder 7:1 trotzdem weitermachen, weiter pressen und versuchen, noch mehr Tore zu schießen. Das mag ich sehr. Und dann ist da auch diese Mischung: Junge Spieler kommen rein, können sich zeigen, und wir verlieren trotzdem nicht das Gesicht des FC Bayern.“

Kapitän Manuel Neuer sagte: „Das schmeckt gut, muss ich sagen. Wir haben uns vorgenommen, uns an so einem kalten Januartag wieder in die Herzen der Zuschauer zu spielen. Das hat gut geklappt, und wir sind alle sehr zufrieden. Jeder Spieler in unserer Mannschaft ist wichtig, und das sieht man auch. Jeder, der reinkommt, will zünden und der Mannschaft etwas geben. Wir spielen immer auf Torerfolg. Das sieht man am Ergebnis, dass wir nicht aufhören, Fußball zu spielen oder verwalten, sondern aufs nächste Tor gehen und versuchen, unser bestes Spiel zu zeigen – das merkt man von der ersten bis zur letzten Minute.“

Tom Bischof ergänzte: „Es ist ganz und gar nicht leicht, gegen Wolfsburg zu gewinnen oder einen so hohen Sieg zu erzielen. Ich glaube, dass wir extrem motiviert waren, das Spiel in unsere Richtung zu drehen – und das ist uns sehr gut gelungen. Zunächst war es natürlich schwerer. Wir wollten sie direkt zu Beginn der zweiten Halbzeit sozusagen killen und in den ersten zehn Minuten ein oder zwei Tore nachlegen, damit das Spiel für uns einfacher wird. Das haben wir gut hinbekommen, und es freut uns alle, dass wir so einen Sieg in der Tasche haben.“

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