FC Bayern: Eberl und Kompany über Schiedsrichterentscheidungen

FC Bayern: Eberl und Kompany über Schiedsrichterentscheidungen

Nach den umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen gegen den FC Bayern hat Max Eberl überraschenderweise Christian Dingert gelobt. Kritische Worte blieben hingegen beim Bayern-Boss aus.

Leverkusen – In einem turbulenten Spiel sicherte sich der FC Bayern trotz doppelter Unterzahl einen Punkt gegen Bayer 04 Leverkusen. „Wir haben 1:1 gewonnen“, äußerte Sportvorstand Max Eberl nach der Partie in der Mixed Zone. Dass sein Team nicht als Sieger vom Platz ging, lag auch an zahlreichen strittigen Schiedsrichterentscheidungen, die überwiegend zuungunsten der Münchner ausfielen und bei den Fans für Frustration sorgten.

„Es hat sich so angefühlt, als ob alles, was 50/50 war, gegen uns entschieden wurde“, stellte Eberl fest. Anstatt jedoch eine umfassende Kritik zu äußern, fand er überraschend versöhnliche Worte. „Ich habe gerade mit dem Schiedsrichter gesprochen, alles in Ordnung, es war ein guter Dialog“, berichtete er den wartenden Journalisten.

Für Eberl war die Rote Karte gegen Nicolas Jackson kurz vor der Halbzeitpause „berechtigt“, während er die Ampelkarte gegen Luis Diaz in der Schlussphase als nicht gerechtfertigt ansah. Auch Schiedsrichter Christian Dingert hat mittlerweile seine Sichtweise geändert. „Für ihn war klar, dass es eine Schwalbe war, aber nach Sichtung der Bilder sagt er, dass es keine Gelb-Rote Karte war“, erklärte Eberl und lobte diese Einsicht als „sehr ehrenvoll“.

Allzu kritische Worte zur Leistung des Schiedsrichters fand auch Vincent Kompany. „Nach meinem Gefühl war es heute eine schlechte Leistung des Schiedsrichters, aber das mindert meinen Respekt ihm gegenüber nicht. Solche Dinge können passieren“, erklärte der Trainer des FC Bayern, sichtlich verärgert, im Anschluss an das Match bei DAZN.

In der Mixed Zone bekräftigte er nochmals seinen Eindruck. „Dass Luis Diaz im nächsten Spiel fehlt, kann ich nicht nachvollziehen“, kritisierte der Cheftrainer der Münchner Christian Dingert. „Wir können auch über andere Entscheidungen sprechen und deren Bewertungen diskutieren. Dennoch habe ich immer den größten Respekt vor den Unparteiischen, das habe ich auch im Nachhinein betont.“

Dennoch zeigte sich Kompany frustriert über einige Entscheidungen, insbesondere über die Ampelkarte gegen seinen Offensivspieler. „Man kann diese Aktion 300 Mal analysieren, und es ist klar, dass es Kontakt gab und er dann zu Boden geht. Man kann auch über den Elfmeter diskutieren, wenn man möchte“, meinte Kompany. „Aber wenn man sieht, wie schnell er wieder aufsteht und dann die Gelbe Karte zeigt, obwohl es Kontakt gab, empfinde ich das als Fehlentscheidung.“

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