FC Bayern Fans Erleben Stress Vor und Nach CL-Spiel in London
London – Kurz vor dem Champions-League-Spiel des FC Bayern München gegen den FC Arsenal kam es zu erheblichen Spannungen zwischen den Fans des Rekordmeisters und den Ordnungskräften im Emirates Stadium. Diese Situation eskalierte nach dem Spiel noch weiter.
Die Fans des FC Bayern haben in der Vergangenheit bereits häufig willkürliche und gewaltsame Maßnahmen der Polizei in Städten wie Madrid und Sevilla erlebt. Auch in Italien wurden ihnen Stadionverbote auferlegt, weil die Sicherheit nicht gewährleistet werden konnte. Zuletzt kam es beim Spiel in Paris zu ähnlichen willkürlichen Polizeimaßnahmen. Das Auswärtsdasein in der Champions League ist für viele Fans ein nervenaufreibendes Unterfangen.
Vor dem Anpfiff kam es zu einem völlig unnötigen Zusammenstoß, als den Bayern-Anhängern das Aufhängen eines Banners untersagt wurde und die Vorsänger von ihrem erhöhten Standpunkt im Block vertrieben werden sollten. Dies führte zu einem kurzen Scharmützel mit den Londoner Ordnern, die daraufhin provokant etwa 40 Sicherheitskräfte vor dem Gästebereich postierten.
Obwohl im Vorfeld alle Details bezüglich der Fanaktivitäten mit dem Ordnungsdienst abgesprochen waren – einschließlich der Erlaubnis, Zaunfahnen zu hissen und die Vorsänger an ihren vereinbarten Positionen stehen zu lassen – schienen einige der Ordnungskräfte entweder nicht informiert oder ignorierten die Absprachen bewusst.
Nach dem Spiel eskalierte die Situation weiter: Beim Verlassen des Stadions wurden Teile der mitgereisten Bayern-Fans von der Polizei eingekesselt und attackiert, was aus Sicht der Münchner vollkommen unbegründet war. Augenzeugen berichteten, dass einige Fans verletzt wurden und sogar ins Krankenhaus gebracht werden mussten.
Die UEFA hat seit Jahrzehnten ein Auge auf die brutalen und teils willkürlichen Maßnahmen der Polizei und Ordnungskräfte gegen auswärtsreisende Fans bei Champions-League-Spielen. Sanktionen gegen die Heimmannschaft werden dabei selten ausgesprochen, während Vergehen der auswärtigen Fans häufig zu verhassten Kollektivstrafen führen. Eine Besserung der Situation ist in Anbetracht dieser Erfahrungen nicht zu erwarten. Das Auswärtsfan-Dasein im wichtigsten Klubwettbewerb des Weltfußballs bleibt ein Hobby mit erheblichem Gefahrenpotenzial.