FC Bayern feiert Comeback-Sieg dank Lennart Karl
München – Der FC Bayern München feierte einen beeindruckenden Comeback-Sieg in der Champions League gegen Sporting Lissabon, maßgeblich unterstützt von Lennart Karl. Der 17-Jährige sorgte nicht nur mit seiner Leistung, sondern auch mit seinem Jubel für Aufsehen.
In der aktuellen Saison zeigen die Münchner ein bemerkenswert anderes Selbstverständnis, selbst wenn sie nach Rückständen zurückkommen müssen. Dies steht im Kontrast zu den enttäuschenden Auftritten in der letzten Spielzeit, wie dem 0:1 gegen Aston Villa oder dem 0:3 gegen Feyenoord Rotterdam.
Lennart Karl verkörperte dieses neue Selbstbewusstsein, als er nach dem 0:1-Rückstand kurz nach der Halbzeitpause das Spiel entscheidend mitgestaltete. Obwohl er beim Ausgleichstreffer durch Serge Gnabry nicht direkt beteiligt war, spielte er eine entscheidende Rolle beim 2:1.
In der 69. Minute erhielt er einen Pass von Konrad Laimer, der nicht optimal war, doch Karl nahm den Ball mit links an und erzielte mit rechts ein beeindruckendes Tor. Seine Leistung erinnerte an Mario Götzes legendäres Tor im Maracanã. Doch nicht nur das Tor selbst, sondern auch sein Jubel sorgte für Gesprächsstoff in den Katakomben der Arena.
Nach dem Spiel fragten sich die Reporter, was es mit Karls Fingerzeichen und dem „Silencer“ auf sich hatte. Max Eberl, der Sportvorstand des FC Bayern, gestand, dass er es nicht gesehen hatte, und fügte mit einem Lachen hinzu: „Ich habe nie ein Tor geschossen, deswegen weiß ich nicht, wie man darüber nachdenkt, wenn man eins erzielt.“
Während seine Teamkollegen ihn in der Mixed Zone feierten, warteten die Journalisten vergeblich auf den von der UEFA zum Man of the Match ernannten Youngster. Karl hatte sich jedoch durch einen anderen Ausgang aus der Arena geschlichen und somit den Weg durch die Mixed Zone gespart.
Obwohl die Journalisten somit Karl nicht direkt zu seinem Jubel befragen konnten, stellte sich heraus, dass die Geste einer besonderen Person gewidmet war. Diese Person hatte zuvor gesagt, dass Karl möglicherweise überschätzt werde und in München Schwierigkeiten haben könnte, sich durchzusetzen.
Drei Tore und einen Champions-League-Rekord später zeigte Karl am Dienstagabend mit seiner starken Leistung und seinem Jubel, dass er sich nicht unterkriegen lässt. Trainer Vincent Kompany bemerkte zwar, dass Karl in der Vergangenheit schon bessere Spiele gezeigt hatte, jedoch darf er als Trainer seine Schützlinge so „kritisieren“.
Viele Bayern-Fans, insbesondere männliche, werden sich mit Lennart Karl solidarisieren, wobei auch Frauen in dieser Diskussion eine Rolle spielen sollten. Denn letztendlich kommt es nicht immer auf die Größe an…
Berichtet aus der Allianz Arena von Florian Schimak