FC Bayern fordert Reformen im Spielerberaterwesen
Der FC Bayern München steht derzeit in der Kritik gegenüber Spielerberatern, und auch Karl-Heinz Rummenigge fordert ein Umdenken in diesem Bereich.
Vor einigen Wochen gab der FC Bayern die Verlängerung des Vertrags mit Dayot Upamecano bekannt, nachdem monatelange Verhandlungen stattfanden. Nachdem die Münchner ihr ursprüngliches Angebot zurückzogen, zeigte der Innenverteidiger plötzlich großes Interesse an einer Unterschrift. Dies führte zu Streitigkeiten über die Handgeldforderung, da der FC Bayern die Summe in Raten auszahlen wollte, während Upamecanos Berater den Betrag in einer Einmalzahlung verlangte. Dies brachte Karl-Heinz Rummenigge, den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden des Vereins, in Verlegenheit.
In einem Interview mit der FIFA äußerte der 70-Jährige Bedenken über den Einfluss von Spielerberatern. „Wir benötigen Reformen, denn die aktuelle Entwicklung, insbesondere in finanzieller Hinsicht, kann nicht so weitergehen“, so Rummenigge. Besonders besorgt ist er darüber, dass Profis zunehmend von ihren Beratern abhängig sind.
„Wir geraten immer mehr in eine Abhängigkeit von Beratern, die einen unverhältnismäßigen Einfluss auf die Spieler ausüben. Die Zahlungen an Berater im Rahmen von Transfers sind mittlerweile, um es vorsichtig auszudrücken, unmoralisch“, erklärte er und sprach von einem „Rattenrennen“ im Fußball.
Rummenigge kritisierte die Klubs, die bereit sind, alles zu tun, um die geforderten Spieler zu verpflichten, um erfolgreich Fußball zu spielen. „Aber wir müssen Lösungen finden“, fügte er hinzu. Die Honorare, die Spielerberater von den Vereinen verlangen, kennen kaum noch Grenzen.
„Wir bewegen uns in immer höhere Sphären, die für die Öffentlichkeit nicht mehr nachvollziehbar sind. Irgendwann wird das für die Menschen unverständlich“, warnte er. Im Fall von Dayot Upamecano wird sein Bruttojahresgehalt auf 20 Millionen Euro geschätzt, und auch das Handgeld beläuft sich auf eine ähnliche Summe.
Viele Fans des FC Bayern äußerten nach der Vertragsverlängerung von Upamecano Bedenken und bezeichneten das Gesamtpaket als zu teuer. Auch Joshua Kimmich, Jamal Musiala und Alphonso Davies wurden für ihre Vertragsverlängerungen üppig entlohnt. Ob Rummenigges Forderung nach Reformen tatsächlich umgesetzt wird, bleibt abzuwarten.