FC Bayern Frauen erleiden Rückschlag in der Champions League
Fast jede großartige Serie findet irgendwann ein Ende, so auch die der Kapitänin des FC Bayern, die seit Jahren mit einer perfekten Bilanz glänzte.
Madrid – Die Frauen des FC Bayern München haben im Rennen um den direkten Einzug ins Viertelfinale der Champions League einen herben Rückschlag erlitten. Trotz spielerischer Überlegenheit gelang es den Münchnerinnen nicht, über ein 2:2-Unentschieden gegen Atletico Madrid hinauszukommen, wodurch sie den erhofften Auswärtssieg verpassten.
Ein entscheidender Moment der Partie war ein verschossener Elfmeter von Giulia Gwinn in der 52. Minute. Die Kapitänin der deutschen Frauen-Nationalmannschaft hatte zuvor eine beeindruckende Bilanz vorzuweisen. „Ich glaube, ich habe in meiner Karriere zumindest in Pflichtspielen noch keinen Elfmeter verschossen“, sagte Gwinn im Februar 2024.
Statistiken zeigen, dass die Außenverteidigerin seit Beginn ihrer Karriere 14 von 14 Elfmetern verwandelt hatte, darunter den entscheidenden Treffer bei den Olympischen Spielen gegen Spanien, der zur Bronze-Medaille führte. Diese perfekte Serie endete nun ausgerechnet in der wichtigen Champions-League-Partie gegen Atletico.
Der Elfmeter resultierte aus einer Handspielentscheidung gegen Madrids Lloris, der eine Flanke von Klara Bühl berührt hatte. Gwinn trat an, doch ihre Nerven versagten. Durch das Unentschieden rutschten die FCB-Frauen auf den sechsten Platz der Tabelle. Ähnlich wie bei den Männern wird die Gruppenphase mittlerweile im Ligamodus durchgeführt, allerdings in einer verkleinerten Version. Insgesamt nehmen 18 Mannschaften teil, wobei sich die ersten vier direkt für das Viertelfinale qualifizieren.
Noch vor wenigen Tagen hatte Giulia Gwinn hingegen Grund zur Freude, als sie mit dem Bayerischen Verfassungsorden 2025 ausgezeichnet wurde. Bayerns Landtagspräsidentin Ilse Aigner lobte sie in den höchsten Tönen: „Giulia Gwinn überzeugt nicht nur durch ihr sportliches Können, sondern auch abseits des Platzes.“
Gwinn selbst zeigte sich bescheiden: „Es ist für mich etwas ganz Besonderes, den Bayerischen Verfassungsorden erhalten zu haben, weil es nicht nur zählt, dass ich Fußballerin bin, sondern dass ich für mehr einstehen möchte.“ Unter anderem engagiert sich die 26-Jährige in einem Hilfsprojekt in Afrika, das Sportangebote, Waisenhäuser und Unterstützungssysteme schaffen soll.