FC Bayern im Champions-League-Halbfinale gegen PSG
München – Der FC Bayern München steht vor entscheidenden Wochen in der laufenden Saison. Nach dem vorzeitigen Gewinn der Bundesliga-Meisterschaft richtet sich der Fokus nun auf das Pokalfinale gegen Bayer Leverkusen, das am 22. April stattfindet. Kurz darauf wartet das mit Spannung erwartete Halbfinale der Champions League, in dem der Titelverteidiger Paris Saint-Germain der Gegner ist. Ist dies ein Duell auf Augenhöhe? Ex-FCB-Trainer Carlo Ancelotti ist anderer Meinung.
In einem Interview mit Il Giornale äußerte Ancelotti, dass PSG sein Favorit auf den Gewinn der Champions League ist, was zwangsläufig das Ausscheiden des FC Bayern zur Folge hätte. Das Rückspiel findet am 5. Mai in der Allianz Arena statt. Die Ticketverfügbarkeit für Fans ist jedoch begrenzt, da keine Eintrittskarten im freien Verkauf erhältlich sind. Ancelotti ist überzeugt, dass der FC Bayern ohnehin nicht ins Finale einziehen wird.
Der Italiener erklärt, warum er den Münchnern kein Finalticket ausstellen würde: Die Defensive sei nicht stark genug. „Es gab viele Spiele mit vielen Toren. Bei Begegnungen wie Atlético Madrid gegen Barcelona oder Bayern gegen Real Madrid gab es für die Fans aufregende Momente. Doch wenn viele Tore fallen, sind auch viele Fehler von Torhütern und Verteidigern zu beobachten“, so Ancelotti.
Im Viertelfinale konnte der deutsche Rekordmeister Real Madrid mit 2:1 und 4:3 besiegen. Dies war zwar ein Spektakel für die Fans, jedoch nicht unbedingt erfreulich für Liebhaber einer soliden Defensive. Im Gegensatz dazu gewann Paris zweimal mit 2:0 gegen Liverpool und zeigte dabei eine herausragende Defensivleistung. Ancelotti warnt, dass das hohe Pressing des FC Bayern das Spiel der französischen Mannschaft unberechenbar machen könnte.
Der ehemalige Meistertrainer fordert, dass die Mannschaft aus der Abwehr heraus „perfekt aufbauen“ müsse, da sonst die kleinste Unachtsamkeit bestraft werde. Für Ancelotti steht fest: So stark die Offensive der Münchner auch ist, die Abwehr kann nicht mit der Klasse von Paris Saint-Germain mithalten. Nun bleibt abzuwarten, ob die Bayern-Stars Ancelottis Einschätzung widerlegen können.