FC Bayern kritisiert Polizeigewalt nach Champions-League-Spiel in Madrid

FC Bayern kritisiert Polizeigewalt nach Champions-League-Spiel in Madrid

Der Ausflug des FC Bayern nach Madrid verlief sportlich nahezu perfekt, doch abseits des Rasens kam es erneut zu heftigen Auseinandersetzungen.

Nach dem 2:1-Sieg im Hinspiel des Champions-League-Viertelfinals gegen Real Madrid hätte die Stimmung im Lager des FC Bayern nicht besser sein können. Der einzige Wermutstropfen war der Anschlusstreffer der Madrilenen, der jedoch nach einem spannenden Spiel im Bernabéu verkraftbar war.

Dennoch gab es nach dem Auswärtserfolg Anlass zur Besorgnis, und zwar nicht sportlicher Natur, sondern hinsichtlich des Verhaltens der Sicherheitskräfte in Madrid. Der Vorstandsvorsitzende Jan-Christian Dreesen äußerte sich nach der „wunderbaren Champions-League-Nacht“ deutlich kritisch über die überzogenen Maßnahmen der spanischen Polizei gegen die Fans des FC Bayern.

Filmaufnahmen von Reportern der Sportsendung „El Desmarque“ zeigen, wie behelmte Polizisten am Einlass zum Bernabéu-Stadion Fans des FC Bayern ohne erkennbaren Anlass einschüchtern, schubsen und aus der Menge ziehen. In einer der Sequenzen ist auch zu sehen, wie ein Bayern-Fan stark am Kopf blutet, wobei die Ursache der Verletzung unklar bleibt.

Dreesen betonte in einer Stellungnahme des Klubs: „Dieses Vorgehen gegen unsere friedlich verhaltenden Anhänger ist nicht nachvollziehbar und nicht akzeptabel.“ Er fügte hinzu, dass es nicht sein könne, „dass solches Verhalten der Polizei mittlerweile bei Auswärtsspielen in Europa fast schon zur Normalität gehört.“

Bereits mehrfach kam es bei Auswärtsspielen in Madrid zu heftigen Einsätzen der örtlichen Polizei. Vor fast genau neun Jahren griff die behelmte Polizei im Viertelfinal-Rückspiel ein, als sie auf die Bayern-Fans im Block losging. Auch in dieser Saison gab es bereits Probleme bei einem Champions-League-Spiel.

Vor der Partie gegen Paris Saint-Germain im vergangenen November hatte die Polizeipräfektur der französischen Hauptstadt kurzfristig angeordnet, dass die Busse mit Münchener Fans an einer Mautstelle vor den Toren der Stadt halten mussten, wo es weder Versorgungsmöglichkeiten noch sanitäre Anlagen gab. Der FC Bayern hatte gegen diese „beispiellosen“ und „ungeheuerlichen“ Maßnahmen rechtliche Schritte eingeleitet.

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