FC Bayern München: Personalsorgen in der Defensive nach Champions-League-Sieg

FC Bayern München: Personalsorgen in der Defensive nach Champions-League-Sieg

Nach dem 2:0-Sieg in der Champions League gegen Union Saint-Gilloise sieht sich der FC Bayern München erneut mit erheblichen Personalsorgen in der Defensive konfrontiert. Der aktuelle Stand der Situation.

München – Ergebnistechnisch spielt der FC Bayern bislang die beste Saison in der Vereinsgeschichte. Dies ist umso bemerkenswerter, da Cheftrainer Vincent Kompany immer wieder gezwungen ist, sein erfolgreiches Team aufgrund von Verletzungen, Krankheitsfällen und Sperren umzustellen. Besonders betroffen von diesen personellen Schwierigkeiten ist die Defensive des Rekordmeisters, insbesondere die Innenverteidigung.

Abwehrchef Dayot Upamecano wird dem FC Bayern voraussichtlich auch am kommenden Wochenende nicht zur Verfügung stehen. Ein Einsatz des französischen Vizeweltmeisters im kleinen Bundesliga-Derby gegen den FC Augsburg am Samstagnachmittag wird „eher schwierig“, wie Sportvorstand Max Eberl nach der Partie gegen den belgischen Meister mitteilte. Upamecano hatte die Begegnung überraschend kurzfristig aufgrund einer Krankheit verpasst.

„Er ist bereits angeschlagen, aber unsere Ärzte sind kompetent. Lassen wir uns überraschen, was sie mit ihrem Fachwissen erreichen können“, äußerte Eberl optimistisch. Im Spiel gegen die Schwaben wird jedoch der Südkoreaner Minjae Kim zur Verfügung stehen. Dieser sah in der 63. Minute gegen Saint-Gilloise die Gelb-Rote Karte und wird am nächsten Mittwoch bei der PSV Eindhoven fehlen, wenn der FC Bayern den wichtigen zweiten Platz in der CL-Gruppenphase sichern möchte. Dazu ist mindestens ein Unentschieden erforderlich. Laut dem Sportchef des FCB soll sich Minjae Kim jedoch „keinen Kopf machen, das ist Fußball“.

Falls Upamecano auch beim Aufeinandertreffen mit dem niederländischen Meister, der sich noch für die Zwischenrunde der Königsklasse qualifizieren möchte, ausfällt, wird die Abwehrzentrale in München stark geschwächt sein. Aufgrund der Kapselverletzung von Josip Stanišić stehen dann von ursprünglich fünf Innenverteidigern nur noch Jonathan Tah und Hiroki Ito zur Verfügung, der selbst erst kürzlich aus einer langen Verletzung zurückgekehrt ist.

Ein ähnliches kritisches Szenario droht auf der Position des Rechtsverteidigers, wo derzeit mit Stanišić, Konrad Laimer und Sacha Boey sämtliche eingeplanten Kandidaten ausfallen. Sollte Ito von seiner gewohnten Position links nach innen rücken müssen, müssen die Verantwortlichen an der Säbener Straße zudem hoffen, dass Alphonso Davies nach seiner Kreuzbandverletzung allmählich wieder zu 100 Prozent fit wird. Der 30-Minuten-Einsatz gegen Saint-Gilloise gibt jedoch berechtigte Hoffnung.

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