FC Bayern München plant mögliche Winterabgänge

FC Bayern München plant mögliche Winterabgänge

Der FC Bayern München könnte im kommenden Winter einige Spieler abgeben, wobei besonders Leon Goretzka und Sacha Boey im Fokus stehen. Der Klub ist jedoch bekannt für seine Zurückhaltung in Transferangelegenheiten.

München – Der FC Bayern verpflichtet regelmäßig neue Spieler während des Winter-Transferfensters, hat jedoch in der letzten Zeit kaum Profis abgegeben. In der vergangenen Saison gab es vier Leihgeschäfte, wobei der Wechsel von Stürmer Mathys Tel zu Tottenham Hotspur besonders herausstach. Umso überraschender ist es, dass es aktuell zahlreiche Gerüchte gibt, welche Spieler den deutschen Rekordmeister im Winter verlassen könnten.

Insbesondere, da die Münchner ohnehin einen kleinen Kader haben. Ein möglicher Erklärungsansatz ist, dass in dieser Saison einige Spieler im letzten Vertragsjahr stehen und nicht unbedingt gehalten werden sollen. Ein Abgang im Winter könnte möglicherweise einige Millionen einbringen. Hartnäckig halten sich beispielsweise Gerüchte um Mittelfeldspieler Leon Goretzka.

Der 30-Jährige hat es erneut nicht geschafft, eine Saison konstant auf Top-Niveau zu spielen, und wurde bereits mehrfach als Verkaufskandidat gehandelt. Derzeit sollen Juventus Turin sowie Top-Klubs aus Istanbul Interesse am Nationalspieler haben. Auch deutsche Medien sind sich uneinig über die zukünftige Entwicklung von Goretzka.

Mal wird berichtet, dass Goretzka definitiv bis zum Saisonende bleiben wird und sogar eine Chance auf eine Vertragsverlängerung hat, sofern er bereit ist, Gehaltseinbußen hinzunehmen (laut Bild-Zeitung). Diese Meldung wurde jedoch von Sky konterkariert, das Goretzka eher nicht mehr lange im Bayern-Trikot sieht.

Die Gerüchte um Sacha Boey scheinen hingegen konkreter zu sein. Experten hielten den Außenverteidiger lange Zeit für den schwächsten Spieler im Kader des FC Bayern, doch der Franzose hat sich leistungstechnisch stabilisiert. Boey genießt das Vertrauen von Trainer Vincent Kompany, ist jedoch kein Stammspieler. Der 25-Jährige scheint einen großen Markt zu haben.

Laut Transfer-Experte Ekrem Konur zeigt insbesondere der englische Pokalsieger Crystal Palace Interesse an Boey. Auch West Ham United, Juventus Turin, AS Monaco, Olympique Lyon, der FC Sevilla und Boeys Ex-Klub Galatasaray werden als potenzielle Interessenten für einen Winter-Deal genannt. Boey hat noch einen Vertrag bis 2028 in München.

Der 25-Jährige kostete die Bayern einst 30 Millionen Euro Ablöse. Möglicherweise sind die kommenden Wochen ein günstiger Zeitpunkt für einen Verkauf, um die hohen Ausgaben für Boey etwas zu mildern. Die Option eines schnellen Wechsels für Stürmer-Kollegen Nicolas Jackson wurde vergangene Woche offenbar ebenfalls diskutiert, zumindest wenn man den Informationen des Football Insiders Glauben schenken darf. Die Argumentation lautet:

Jackson ist vom FC Chelsea an den FC Bayern für deutlich über zehn Millionen Euro ausgeliehen. Die Münchner werden jedoch im Sommer voraussichtlich nicht die teure Kaufklausel (rund 64 Millionen Euro) für den Senegalesen ziehen, der derzeit Schwierigkeiten hat, als Einwechselspieler zu überzeugen. So kommt der FC Everton ins Spiel, der dringend nach einem vielseitigen Angreifer sucht.

Doch unabhängig davon, ob es sich um die Gerüchte um Jackson, Goretzka oder Boey handelt: Die Erfahrung zeigt, dass der FC Bayern selten im Winter Spieler abgibt. Der letzte Profi, den der FC Bayern im Winter verkauft hat, war in der Saison 2021/22 Michaël Cuisance, der damals für rund fünf Millionen Euro zum FC Venedig wechselte. Aktuell spielt er in der 2. Liga bei Hertha BSC.

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