FC Bayern München plant Neuordnung der Chefetage

FC Bayern München plant Neuordnung der Chefetage

Der FC Bayern München hat beschlossen, seine Führungsstruktur neu zu gestalten. Präsident Herbert Hainer erläuterte die Kriterien, nach denen der Klub das nächste Vorstandsmitglied auswählt.

Seit dem 1. April 2023 im Amt, zuvor seit 2018 im Aufsichtsrat, wird Finanzvorstand Dr. Michael Diederich die FC Bayern München AG zum 30. September 2025 verlassen. Der 59-Jährige hatte ursprünglich einen Vertrag bis zum 30. Juni 2026. Bis auf Weiteres übernehmen Vorstandsvorsitzender Jan-Christian Dreesen und Sportvorstand Max Eberl die Aufgaben von Diederich.

Für Hainer ist dieser Abschied eine Gelegenheit, die Führungsstruktur klarer zu definieren. Am Rande einer Wanderveranstaltung am Tegernsee, anlässlich des 60. Jubiläums des Bundesliga-Aufstiegs, erklärte er: „Jetzt haben wir die Chance, die Vorstandsbereiche neu und sauber zu organisieren. Nach dem Abgang von Oliver Kahn hatten wir zwei Finanzexperten, die auf ähnliche Weise sozialisiert wurden.“

In Zukunft soll nur noch Dreesen einen finanziellen Hintergrund im Vorstand haben. Hainer präzisierte die Richtung: „Wir haben jetzt die Möglichkeit, die Positionen klarer zu verteilen und die Rolle im Marketing und Vertrieb so zu besetzen, wie wir es uns wünschen.“ Er betonte: „Das ist eine hervorragende Gelegenheit für den FC Bayern.“

Ein möglicher Kandidat für die neu zu besetzende Position ist Rouven Kasper, der als Marketingvorstand beim VfB Stuttgart tätig ist. Laut Bild gilt der 43-Jährige als geeignete Option; er arbeitete von 2016 bis 2022 für den Rekordmeister, unter anderem als „President Asia“ in Shanghai. Nach Informationen von SPORT1 ist Kasper jedoch nicht der einzige Anwärter für den neu zu sortierenden Bereich.

Die doppelte Finanzspitze war laut Hainer nicht geplant, sondern ergab sich aus den Umständen. „Es hat sich so ergeben. Wir haben Michael Diederich als Nachfolger von Jan Dreesen als Finanzvorstand verpflichtet. Vier Monate später haben wir entschieden, uns von Oliver Kahn zu trennen und Jan Dreesen als Vorstandsvorsitzenden zurückzuholen“, sagte der Präsident.

„Eine solche Konstellation mit zwei Finanzvorständen hätte man nicht geplant, wenn man es am Reißbrett entworfen hätte“, so Hainer. „Aber so ist es entstanden, und jetzt haben wir die Chance, das zu korrigieren.“ (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit FCBinside.de)

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