FC Bayern München und Joao Palhinha: Schneller Transfer in Sicht
Joao Palhinha wurde im vergangenen Sommer vom FC Bayern München an Tottenham Hotspur ausgeliehen. Da die Kaufoption nicht gezogen wurde, gibt es nun Bewegung in der Angelegenheit.
München – Der Portugiese Palhinha gehört zu den Spielern, die den FC Bayern im Sommer endgültig verlassen sollen. Die Verantwortlichen des Rekordmeisters planen, für Neuverpflichtungen erhebliche Summen in die Hand zu nehmen und benötigen daher Transfereinnahmen aus Spielerabgängen. Bei dem bald 31-jährigen Ex-Nationalspieler scheint man an der Säbener Straße nun bereit zu sein, potenziellen Käufern entgegenzukommen.
Der ehemalige Wunschspieler des Ex-FCB-Coaches Thomas Tuchel, der als „Holding Six“ galt, passt nicht in das Spielsystem von Vincent Kompany. Daher wurde er nach nur einer Saison in München im Sommer 2025 auf Leihbasis an Tottenham Hotspur abgegeben. Im Vertrag mit dem Londoner Premier-League-Klub wurde zudem eine Kaufoption von rund 30 Millionen Euro vereinbart, die jedoch nicht gezogen wurde.
Um schnell Transfereinnahmen zu generieren, deutet vieles darauf hin, dass die Bayern ihre Forderungen angepasst haben. Laut aktuellen Berichten der portugiesischen Zeitung Correio da Manha soll man in München mittlerweile bereit sein, einem Gesamtpaket von rund 25 Millionen Euro zuzustimmen.
Beim fast abgestiegenen Tottenham ist man offensichtlich von den Qualitäten des defensiven Mittelfeldspielers überzeugt. Coach Roberto De Zerbi schätzt Palhinha sehr und wünscht sich eine weitere Zusammenarbeit. Dennoch wird die festgeschriebene Summe in London als zu hoch betrachtet, weshalb eine Verringerung der Ablöseforderung die Situation erheblich vereinfachen könnte.
Neben den Londonern beobachtet auch Sporting Lissabon, der Verein, bei dem Palhinha zum Profi wurde, die Situation aufmerksam. Der Traditionsverein in der portugiesischen Hauptstadt wird seit einiger Zeit mit einer Rückkehr seines ehemaligen Leistungsträgers in Verbindung gebracht, und auch der Spieler selbst soll an einer Rückkehr interessiert sein. Allerdings ist Sporting kaum in der Lage, eine Ablösesumme von 30 Millionen Euro zu zahlen. Eine Reduzierung auf etwa 25 Millionen Euro würde die Chancen auf einen Deal zumindest erhöhen.
Für den FC Bayern geht es jedoch nicht nur um die Ablösesumme. Da Palhinha bei seiner Verpflichtung zu den „besser verdienenden Spielern“ im Münchner Kader gehörte, würde ein endgültiger Verkauf die Gehaltsstruktur zusätzlich entlasten.
Nachdem der Rekordmeister kurz vor den Transfers von Nathaniel Brown und Ismael Saibari steht, die zusammen über 100 Millionen Euro an Ablöseforderungen kosten werden, ist an der Säbener Straße jede finanzielle Entlastung willkommen. Die Bereitschaft, Palhinhas Ablöse zu reduzieren, zeigt deutlich, dass Max Eberl und sein Team eine schnelle Lösung herbeiführen wollen.