FC Bayern München: Vorbereitungen für das Champions-League-Halbfinale gegen PSG
Über 500.000 Ticketanfragen für das Champions-League-Spiel zwischen Bayern München und Paris Saint-Germain sind eingegangen. Jürgen Muth, der Geschäftsführer, gibt Einblicke in die Vorbereitungen hinter den Kulissen der Allianz Arena.
München - Für die Mitarbeiter des FC Bayern an der Säbener Straße sind die Tage vor Champions-League-Spielen, auch bekannt als „Matchday-1“, stets ein aufregendes Abenteuer. An diesen Tagen bleibt der Weg zur Kantine versperrt. Statt der üblichen Auswahl im eleganten „Casino“ gab es am Dienstag für alle Mitarbeiter dasselbe Gericht im „Paulaner Treff“. Zur Mittagszeit war es dort lebhaft, während die regulären Essensräume für die offizielle Pressekonferenz mit Trainer Vincent Kompany und Spieler Jonathan Tah umgebaut wurden.
Um den Zeitaufwand für Kompany zu minimieren, der am Vortag gerne direkt zur Arena fährt, wird alles organisiert. Das bedeutet jedoch nicht, dass in Fröttmaning weniger gearbeitet wird. Am Dienstagabend trainierte PSG auf dem Spielfeld, auf dem am Mittwoch (21 Uhr) im Rückspiel des Champions-League-Halbfinals alles auf dem Spiel steht; Luis Enrique stand den Medienvertretern Rede und Antwort.
Im Hintergrund sorgt das Team der Allianz Arena München Stadion GmbH dafür, dass am Spieltag alles reibungslos abläuft. Jürgen Muth äußert sich dazu: „Trotz unserer über 20-jährigen Erfahrung empfinden wir ähnliche Nervosität wie die Spieler. Diese Spiele sind das Salz in der Suppe – auch für den Stadionbetreiber. Das Niveau ist in allen drei Bereichen hoch: Sicherheit, Medien und Hospitality.“
Eine schlaflose Nacht wird der Giga-Gipfel den Verantwortlichen nicht bereiten, Muth betont: „Wir sind nicht nervös.“ Dennoch spürt man im Vorfeld, dass die Atmosphäre angespannt ist. Sicherheit hat oberste Priorität: „Es werden mehr Einsatzkräfte vor Ort sein als bei einem Bundesliga-Spiel um 15:30 Uhr“, erklärt Muth. Dies gilt bereits für die Tage vor dem Anpfiff. Über 500.000 Ticketanfragen sind eingegangen; kein Fan sollte auch nur auf die Idee kommen, ohne Ticket in die Arena zu gelangen. Das ist ausgeschlossen!
Auch viele Medienvertreter müssen am Mittwoch draußen bleiben. „Einen Großteil der Akkreditierungen mussten wir absagen“, sagt Muth, obwohl 400 Journalisten – ein Drittel mehr als im Alltag – Platz finden werden. Tische und Stühle werden aus den Lagerräumen geholt und auf der Haupttribüne aufgestellt. Zum Vergleich: Bei EM-Spielen sind mehr als doppelt so viele Journalisten vor Ort.
Im Bereich Hospitality bleibt die Anzahl der Gäste unverändert. Dennoch, so Muth, „nutzen wir jeden verfügbaren Raum“. Für die Öffentlichkeit bleiben alle Kioske und Restaurants geöffnet, während in den oberen Etagen jeder sonst geschlossene Winkel geöffnet wird. Wird dort Kaviar und Champagner serviert? Muth lacht: „Das Essensangebot unseres Caterers Do&Co ist ohnehin von sehr hoher Qualität, aber wie immer gilt: An besonderen Nächten gibt es auch besonderes Essen.“ Wie bereits am Tag zuvor an der Säbener Straße.