FC Bayern München: Winter-Transfers und Personalfragen

FC Bayern München: Winter-Transfers und Personalfragen

Sportlich gesehen läuft es für den FC Bayern München nahezu perfekt. Mit ihrer beeindruckenden Serie haben die Bayern neue Rekorde aufgestellt und sind derzeit das Maß aller Dinge in der Bundesliga. Allerdings könnten in Bezug auf das Personal Probleme auf sie zukommen.

Update vom 22. November, 19:50 Uhr: Ein Blick auf die Bundesliga-Tabelle lässt aus sportlicher Sicht keinen anderen Schluss zu: Es besteht kein Bedarf für Winterverpflichtungen. Der FC Bayern führt die Tabelle mit 31 Punkten aus elf Spielen und einem Torverhältnis von 41:8 an. Selbst eine 2:0-Führung des SC Freiburg reichte nicht aus, um das Spiel zu gewinnen, stattdessen verloren die Freiburger mit 2:6. Der Ticker zum Nachlesen.

Erstmeldung vom 19. November: München – Diese Nachricht hat durchaus Brisanz. Laut Informationen der Sport Bild hat der FC Bayern intern beschlossen, im Winter-Transferfenster keine Einkäufe zu tätigen, auch nicht im Falle eines möglichen Abgangs von Sacha Boey. Ein Grund dafür ist, dass die Siegesserie der Bayern reibungslos läuft, was auch dem Sportvorstand Max Eberl zu verdanken ist, der im Sommer einen funktionierenden Kader zusammengestellt hat.

Bei Leih-Stürmer Nicolas Jackson deutet sich an, dass die 65-Millionen-Klausel nicht gezogen wird. Daher verfolgt der FC Bayern weiterhin die Situation um Franculino Djú vom FC Midtjylland. Besonders Sportdirektor Christoph Freund soll ein Befürworter des guinea-bissauischen Angreifers sein, der in dieser Saison in 26 Pflichtspielen mit 19 Toren und drei Vorlagen auftrumpft.

Die Entscheidung, im Winter-Transferfenster nicht aktiv zu werden, wird jedoch durch die Situation in der Abwehr kompliziert. Eberl und Freund setzen darauf, dass sie den Vertrag mit dem französischen Nationalspieler Dayot Upamecano verlängern können. Sollte dies scheitern, könnten die beiden Top-Alternativen möglicherweise nicht mehr auf dem Markt sein.

Falls Ibrahima Konaté seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängert, plant der FC Liverpool offenbar, den Abwehrspieler zu verkaufen, um Marc Guéhi von Crystal Palace zu verpflichten. Bayern hat bereits Interesse an beiden Verteidigern signalisiert, die für den Verein auch interessant wären, falls Minjae Kim im Sommer verkauft werden sollte.

In der Linksverteidiger-Position beschäftigen sich die Verantwortlichen des FC Bayern angeblich mit Alejandro Grimaldo. Sollte der torgefährliche Spanier, der für seine Standards bekannt ist, seinen Vertrag, der bis 2027 läuft, nicht verlängern, müsste Bayer Leverkusen im Sommer über einen Verkauf nachdenken, um finanzielle Einbußen zu vermeiden.

Sportlich hat der FC Bayern mit seinem kleinen Kader bisher gute Ergebnisse erzielt. Die sportliche Leitung setzt zudem auf die Rückkehr der Leistungsträger Jamal Musiala und Alphonso Davies sowie des Ergänzungsspielers Hiroki Ito. Intern ist man sich jedoch auch des Risikos bewusst, das der aktuelle Mini-Kader birgt: Harry Kane und Olise gelten als unersetzlich. Eine Verletzung eines dieser beiden Spieler könnte die Saisonziele erheblich gefährden.

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