FC Bayern: Rekordmeister zeigt Stärke nach Niederlage
Nach dem europäischen Saisonstartrekord des FC Bayern München feierte die Konkurrenz nach der 1:3-Niederlage in der Champions League gegen den FC Arsenal. Doch der Rekordmeister hat nun zurückgeschlagen.
Mit 16 Pflichtspielsiegen zu Beginn der Saison setzte der FC Bayern einen neuen Europarekord in den Top-5-Ligen, gekrönt durch den 2:1-Auswärtssieg gegen den amtierenden Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain. Die Fußballwelt lobte das Team als das derzeit beste Vereinsteam, und die Erleichterung war groß, als der deutsche Rekordmeister am fünften Spieltag der Königsklasse beim Tabellenführer der englischen Premier League mit 1:3 scheiterte.
Fortan wurden die Gunners als die beste Klubmannschaft der Welt angesehen, während die Bayern selbst in Deutschland nicht mehr als unantastbar galten. Bei einem 6:2-Kantersieg gegen den SC Freiburg, der aktuell Vierter in der Europa League ist, wurde mehr über den frühen Rückstand der Mannschaft von Vincent Kompany diskutiert als über das bemerkenswerte Comeback.
Vor dem Pokal-Achtelfinale gegen Union Berlin und dem Bundesliga-Topspiel beim VfB Stuttgart äußerten die Gegner überraschend selbstbewusste Töne. Doch nach zwei (Mentalitäts-)Siegen sieht die Fußballwelt, insbesondere in Deutschland, die Dinge nun anders. In Berlin-Köpenick qualifizierte sich der FC Bayern auf einem für sein Spielstil ungünstigen „Krautacker“ für das Viertelfinale des DFB-Pokals mit einem 3:2-Sieg.
In Stuttgart deklassierte der Rekordmeister den zuvor in allen Pflicht-Heimspielen ungeschlagenen VfB mit 5:0, trotz erheblicher Rotation im Team. Dies geschah, obwohl der Berliner Pokal-Fight oft als weiteres Zeichen für Münchens Schwäche fehlinterpretiert wurde, was die Hoffnungen der Konkurrenz nährte. Die Realität gestaltet sich jedoch für die nationalen und internationalen Gegner alles andere als angenehm.
Die Mannschaft von Kompany zeigt sich stark in der Rotation (gegen Leverkusen, Stuttgart), in Unterzahl (gegen PSG), in Abwehrkämpfen (in den zweiten Halbzeiten in Paris und Berlin), und sie kann Rückstände aufholen (gegen Freiburg, St. Pauli, Union). Zudem erzielt sie späte Tore und bleibt ihrer Kernkompetenz treu, den Gegner zu dominieren und zu deklassieren.
In Stuttgart stellte der deutsche Rekordmeister erneut einige Bundesliga-Rekorde auf. Die beeindruckenden 49 Tore (bei nur 9 Gegentoren) nach 13 Spieltagen lassen darauf schließen, dass die Bestmarke von 101 Treffern aus der Saison 1971/72, aufgestellt von Gerd Müller und Co., wahrscheinlich übertroffen wird. Auch Harry Kane, der erst nach einer Stunde eingewechselt wurde, trug mit drei Toren zum Kantersieg bei und könnte Robert Lewandowskis Bundesliga-Rekord von 41 Toren aus der Saison 2020/21 übertreffen: Nach 13 Spieltagen stehen bereits 17 Tore auf seinem Konto.
Gewinnt der FC Bayern die verbleibenden drei Spiele des Kalenderjahres (Champions League gegen Sporting; Bundesliga gegen Mainz und Heidenheim), wäre dies gleichbedeutend mit der besten Hinrunde in der Vereinsgeschichte. In der Rückrunde werden auch die Topspieler Jamal Musiala und Alphonso Davies wieder zur Verfügung stehen. So könnte das Frühjahr 2026 für den Rekordmeister sehr erfolgreich werden.