FC Bayern verkauft Kingsley Coman an Al-Nassr

FC Bayern verkauft Kingsley Coman an Al-Nassr

Der FC Bayern München hat Kingsley Coman an den saudischen Klub Al-Nassr verkauft. Auch Minjae Kim steht in den Überlegungen von Sportvorstand Max Eberl, den Verein zu verlassen.

München – Ende Juli begann in diesem Jahr der Sommerschlussverkauf im Handel, und auch beim FC Bayern scheinen andere Vereine die Möglichkeit zu haben, einige Schnäppchen zu machen.

Kingsley Coman wechselt nun zwei Jahre vor Ablauf seines Vertrags in München in die Wüste. Al-Nassr verpflichtet den 29-jährigen Flügelspieler, der 2020 mit dem FC Bayern die Champions League gewonnen hat, für etwa 30 Millionen Euro. Diese Summe erscheint im Vergleich zu den 30 Millionen Euro, die Al-Nassr für den seit Jahren schwächelnden Joao Felix ausgegeben hat, relativ gering.

Durch den Verkauf von Coman kann der FC Bayern rund 17 Millionen Euro an Bruttogehältern einsparen. In Saudi-Arabien wird ihm ein Netto-Gehalt von 20 Millionen Euro angeboten, eine Summe, die ihn zum Nachdenken gebracht hat. Vor einigen Wochen hatte er noch von einem Verbleib in Bayern gesprochen: „Ich möchte gerne bleiben. Es passieren zwar viele Dinge im Fußball, die man nicht vorhersagen kann. Aber ich habe einen Vertrag und fühle mich wohl“, sagte Coman während der Club-WM.

Trainer Vincent Kompany schätzt den Franzosen aufgrund seiner Defensivarbeit sehr, muss nun jedoch ohne ihn auskommen. Auch bei Minjae Kim drängt Sportvorstand Max Eberl auf einen Verkauf im Sommer. Der Südkoreaner, der zu den höherverdienenden Spielern im Kader zählt, soll ebenfalls Al-Nassr angeboten worden sein. Ein Wechsel dorthin kommt für ihn jedoch derzeit nicht infrage.

Der 28-Jährige hat einen guten Stand bei Kompany und passt aufgrund seiner Aggressivität sowie Aktivität besser ins System als der Neuzugang Jonathan Tah. Kim wurde erst 2023 für rund 45 Millionen Euro von Neapel verpflichtet, und nun ist der FC Bayern bereit, ihn für 30 Millionen Euro ziehen zu lassen. Aktuell gibt es jedoch keine konkreten Gerüchte über einen möglichen Ersatz.

Es ist für Eberl ein schwieriger Spagat, da er einerseits die Gehaltsausgaben minimieren muss, andererseits jedoch die Qualität des Kaders nicht verringern darf. „Prinzipiell kann ich sagen, dass wir mit unserem Kader sehr zufrieden sind. Wir haben alles erreicht, was wir wollten“, erklärte Präsident Herbert Hainer am Sonntag.

Der FC Bayern hat mit Tah einen neuen Spieler für die Defensive, mit Tom Bischof ein Mittelfeldtalent für die Zukunft (beide ablösefrei) und mit Offensivstar Luis Diaz (für 67,5 Millionen Euro aus Liverpool) die Lücke auf dem linken Flügel geschlossen. Dennoch wären weitere Verpflichtungen von Vorteil, um um alle Titel mitspielen zu können. Der bevorstehende Abgang von Coman könnte auch Bewegung in die Verhandlungen um Stuttgart-Angreifer Nick Woltemade bringen. Bislang bleibt der VfB jedoch hart. Zuletzt bot der FC Bayern eine garantierte Ablöse von 50 Millionen Euro.

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