FC Bayern zeugt Interesse an Said El Mala
Der FC Bayern München zeigt Interesse an einem Transfer des talentierten Spielers Said El Mala. Kommentator Christian Straßburger ist der Meinung, dass der Deal mit dem „Wunderkind“ schnell abgeschlossen werden sollte.
München – Christian Straßburger, TV-Kommentator und Experte für die Bundesliga, könnte bald als einer der größten Fußball-Propheten Deutschlands gelten. Im Sommer äußerte er in einem Interview mit Absolut Fussball: „Ich glaube, Said El Mala wird in dieser Bundesliga-Saison auf sich aufmerksam machen und könnte sogar so weit kommen, dass er im deutschen Kader für die WM 2026 steht.“ Bemerkenswert ist, dass El Mala zu diesem Zeitpunkt noch kein einziges Spiel in der Bundesliga absolviert hatte.
Straßburger, der die Bundesliga für Sky kommentiert, hat jedoch bereits einen guten Eindruck von El Mala gewonnen. In der vergangenen Saison kommentierte er auch Spiele in der 3. Liga für Magenta TV und beobachtete, wie El Mala für Viktoria Köln ein beeindruckendes Spiel zeigte, indem er zahlreiche Gegenspieler ausspielte.
Seine Scorer-Bilanz kann sich ebenfalls sehen lassen: 13 Tore und fünf Vorlagen in 32 Spielen. In der Saison zuvor erzielte er in zehn Einsätzen zwei Scorerpunkte. Nun hat El Mala bereits einige Bundesliga-Partien für den 1. FC Köln hinter sich gebracht und sorgte zuletzt mit einem beeindruckenden Solo über 40 Meter für Begeisterung in Deutschland.
Der 19-jährige Linksaußen kombiniert außergewöhnliche Dribbelstärke mit einem effektiven Torabschluss, was den Eindruck verstärkt, dass der Sprung in die Bundesliga für ihn kein Problem darstellt. Auch in der höchsten deutschen Spielklasse gelingt es ihm regelmäßig, zwei bis drei Gegenspieler auszutricksen. Mit besseren Mitspielern könnte er sogar um die Spitze der Scorerwertung kämpfen.
Das Thema „bessere Mitspieler“ ist auch relevant, da der englische Erstligist Brighton & Hove Albion bereits im Sommer ein Angebot von bis zu 20 Millionen Euro für El Mala abgab. Obwohl der 1. FC Köln das Angebot ablehnte und den Vertrag mit dem gebürtigen Krefelder bis 2030 verlängerte, ist klar, dass der Bundesliga-Aufsteiger El Mala so lange wie möglich im Verein halten möchte, um schließlich die vereinsinterne Rekordablöse von rund 35 Millionen Euro zu erzielen.
In den letzten Tagen haben sich die Transfergerüchte um El Mala überschlagen. Sky berichtete, dass der FC Bayern bereits Interesse gezeigt hat, während die Bild-Zeitung teilweise widersprach und darauf hinwies, dass das Interesse zwar besteht, jedoch noch nicht offiziell in Köln vermerkt ist. Auch Borussia Dortmund soll ein Auge auf El Mala geworfen haben.
Regionale Reporter spekulieren bereits, ob El Mala im Winter noch im Verein gehalten werden kann. Die Frage, ob diese Situation für den jungen Spieler nicht zu viel ist, ist berechtigt. Die Biografie von El Mala zeigt jedoch, dass er mental stark ist. Mit 14 Jahren wurde er aus dem Nachwuchsleistungszentrum von Borussia Mönchengladbach aussortiert und erhielt von 13 weiteren Clubs Absagen.
Sein Bruder Malek, der mittlerweile in der Jugend des 1. FC Köln spielt, ermutigte ihn, nicht aufzugeben. Gemeinsam spielten sie in der Jugend des Fünftligisten TSV Meerbusch, bis Viktoria Köln ihnen 2021 eine neue Chance bot. El Mala scheint also mental stabil genug zu sein, um eine große Karriere zu starten.
Er zählt zu den „deutschen Wunderkindern“, da ein Linksaußen mit seinen Qualitäten in Deutschland selten zu finden ist. Der Transferwahnsinn um El Mala ist bereits im Gange und hat seine Berechtigung.
Welche Rolle wird der FC Bayern in diesem Transferpoker spielen? Die Münchner haben den Anspruch, die besten deutschen Spieler in ihren Reihen zu haben. In der Vergangenheit scheiterte der Club jedoch zweimal, sowohl bei Florian Wirtz (Leverkusen/Liverpool) als auch bei Nick Woltemade (VfB Stuttgart/Newcastle United), wo jeweils ein englischer Klub den Zuschlag erhielt.
Um ein ähnliches Szenario zu vermeiden, muss der FC Bayern schnell handeln. Ein kurzer Verhandlungsprozess und etwa 40 Millionen Euro Ablöse könnten ausreichen, um die nationale Konkurrenz auszustechen, während die Top-Klubs Englands möglicherweise noch im Überlegungsprozess sind.
Es gibt Gerüchte aus Köln, dass ein Abgang im Winter möglich sein könnte. Die Bild berichtet bereits: „So gut wie sicher: Auch im Winter werden Top-Angebote für El Mala aus der Liga und dem Ausland eingehen.“ Uli Hoeneß, der Ehrenvorsitzende des FC Bayern, hatte zuletzt öffentlich versprochen, die Mannschaft im Winter zu verstärken, wenn sich Aussicht auf große Titel ergibt, was nach dem Rekordstart der Fall ist.
El Mala wäre eine echte Verstärkung für die Offensive des FC Bayern. Ein Wintertransfer könnte an den cleveren Schachzug von Paris Saint-Germain erinnern, die in der letzten Saison zur Winterpause Khvicha Kvaratskhelia verpflichteten. Der georgische Linksaußen veränderte das Offensivspiel von PSG erheblich und gilt als wesentlicher Faktor für den späteren Triumph in der Champions League.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der FC Bayern auf dem Transfermarkt oft nicht mehr überraschend und mutig agiert. Ein schneller Deal für El Mala im Winter könnte jedoch die Position des deutschen Rekordmeisters auf dem Transfermarkt stärken, den Einfluss in der deutschen Nationalmannschaft erhöhen und die Ambitionen unterstreichen, die Champions League gewinnen zu wollen.