FC Schalke 04: Aufstiegsträume unter Trainer Miron Muslic

FC Schalke 04: Aufstiegsträume unter Trainer Miron Muslic

Gelsenkirchen – Der FC Schalke 04 erlebt unter Trainer Miron Muslic einen bemerkenswerten Aufschwung. Der ehemalige Profi Steffen Freund erklärt, warum der Traditionsklub nun sogar vom Aufstieg träumen darf. Nach Jahren sportlicher Enttäuschungen zeigt sich der FC Schalke 04 in der 2. Bundesliga in einer starken Form. Mit 18 Punkten aus den ersten acht Spielen belegen die Gelsenkirchener den zweiten Platz – ein Start, der nach turbulenten Vorjahren eine wahre Erleichterung für die geschundene Schalker Seele darstellt.

Trotz der positiven Bilanz bleibt der Revierclub offiziell zurückhaltend. Offiziell spricht niemand offen vom Aufstieg, doch die Leistungen der Mannschaft sprechen für sich: Die Königsblauen stellen die beste Abwehr der Liga und spielen aggressiv, laufstark und unangenehm für jeden Gegner. Diese Spielweise weckt Erinnerungen an erfolgreichere Zeiten, was auch Ex-Nationalspieler Steffen Freund nicht entgeht.

„Schalke ist ein Verein, in dem Pressing funktioniert“, erklärte Freund im Gespräch mit der WAZ. Der ehemalige Schalker, der zwischen 1991 und 1993 selbst für den Klub spielte, erinnert sich an die Ära unter Domenico Tedesco: „Unter ihm hat Schalke zwar keinen schönen Fußball gespielt, aber war die beste Mannschaft ohne den Ball.“

Damals überzeugte die Mannschaft durch Leidenschaft und hohe Laufbereitschaft – Eigenschaften, die Freund auch unter Muslic wieder erkennt. Der 55-Jährige warnt jedoch davor, zu früh in Euphorie zu verfallen. Dennoch glaubt er, dass die Mannschaft in dieser Saison weiter wachsen kann – insbesondere durch positive Erfahrungen. „Und dann kann vielleicht eine neue Energie entstehen, unterstützt von der Liebe der Fans und der Atmosphäre im Stadion“, sagte Freund. Gerade die Emotionalität der Anhänger könnte ein entscheidender Faktor sein: „Was die Anhänger für das Team tun können, wenn es schlecht läuft, ist wirklich enorm.“

Nach zuletzt drei Siegen in Folge scheinen sich die Königsblauen tatsächlich in einen positiven Fluss gespielt zu haben. Freund sieht darin ein gutes Zeichen: „Schalke ist jetzt nah dran an diesem Moment, wo du auf einer Welle surfst – wo du Spaß hast, trotzdem gewinnst, auch wenn du nicht gut spielst.“ Ein solcher Moment kann eine ganze Saison tragen – und vielleicht, so Steffen Freunds Hoffnung, den Weg zurück in die Bundesliga ebnen.

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