FC Schalke 04: Wintertransfers und ihre Auswirkungen auf den Kader
Die Wintertransfers beim FC Schalke 04 zeigen Wirkung – sportlich läuft es besser. Doch einige Profis verlieren durch die Neuzugänge plötzlich ihren Platz im Team.
Gelsenkirchen – Der Winter hat dem FC Schalke 04 einiges abverlangt. Mit mehreren Neuzugängen verstärkten die Königsblauen ihren Kader deutlich und untermauerten damit ihre Ambitionen auf die Rückkehr in die Bundesliga. Während die Offensive seitdem spürbar an Durchschlagskraft gewonnen hat, geraten einige bisherige Stammkräfte ins Abseits.
Besonders im Fokus steht die Verpflichtung von Edin Džeko. Der erfahrene Stürmer sorgte im Winter für großes Aufsehen – kaum ein Transfer wurde so intensiv diskutiert. Zusammen mit Neuzugängen wie Dejan Ljubicic, Adil Aouchiche und Moussa Ndiaye hat der Bosnier die Hierarchie im Kader neu geordnet. Seine bisherige Trefferquote untermauert seine Bedeutung: Seit seiner Ankunft im Ruhrgebiet erzielte er in sieben Spielen fünf Tore.
Zu den Spielern, die unter diesen Veränderungen leiden, zählt vor allem Moussa Sylla. Der Angreifer kommt zwar weiterhin zu Kurzeinsätzen, doch ein Stammplatz scheint in der neuen Konstellation kaum noch realistisch. Nach Informationen der WAZ könnten seine Tage auf Schalke bereits gezählt sein – bereits im Winter stand ein Wechsel in die MLS kurz vor dem Abschluss.
Auch für Christian Gomis läuft es bislang nicht wie erhofft. Der für rund 1,5 Millionen Euro verpflichtete Stürmer konnte sich noch nicht durchsetzen und sammelte zuletzt in drei Spielen lediglich 14 Einsatzminuten. Ob er sich langfristig bei den Gelsenkirchenern etablieren kann, bleibt daher ebenso ungewiss wie bei Sylla.
Im Mittelfeld hat sich die Situation durch die Verpflichtung von Ljubicic und Aouchiche ebenfalls verändert. Max Grüger kam durch die neue Konkurrenz in der Rückrunde bislang gar nicht mehr zum Einsatz. Trotzdem gilt der 20-Jährige weiterhin als Perspektivspieler, weshalb eine Trennung von ihm derzeit kein Thema sein soll.
Ganz anders sieht es bei Anton Donkor aus. Der 28-Jährige muss sich inzwischen hinter mehreren Konkurrenten einreihen, seine Einsatzchancen gelten laut der WAZ als „gleich null“ und nicht mehr realistisch. Daher erscheint es „äußerst unwahrscheinlich“, dass der Außenbahnspieler auch in der kommenden Saison noch Teil des Schalker Kaders sein wird.