FC St. Pauli Plant Stadionerweiterung und Rekordumsatz
Ein Bundesligist sieht sich mit Kapazitätsbeschränkungen seiner Heimspielstätte konfrontiert, doch dieses Problem könnte bald gelöst sein.
Hamburg – Sportlich durchlebt der FC St. Pauli eine schwierige Phase, da die Hamburger in den letzten sieben Bundesliga-Spielen alle verloren haben. Dennoch präsentierte der Kiezklub während seiner Mitgliederversammlung am Sonntag, auf der Präsident Oke Göttlich mit einer überwältigenden Mehrheit von 94 Prozent wiedergewählt wurde, ambitionierte Pläne.
Im Mittelpunkt steht das traditionsreiche Millerntor-Stadion, das künftig mit dem großen Stadtrivalen, dem Volksparkstadion des Hamburger SV, konkurrieren soll. Aufgrund der bestehenden Kapazitätsgrenze von 29.546 Zuschauern, die regelmäßig ausverkauft ist, plant der FC St. Pauli eine umfassende Erweiterung des Stadions.
Durch den geplanten Ausbau soll die Kapazität auf 40.000 bis 50.000 Zuschauer erhöht werden. Zum Vergleich: Das Volksparkstadion bietet Platz für bis zu 57.000 Besucher. „Die Stadionerweiterung in den kommenden 15 Jahren ist ein wesentlicher Bestandteil unserer weiteren Entwicklung“, erklärte der wiedergewählte Präsident, der zudem bestätigte, dass die Stadt bereits ihre Unterstützung für dieses Vorhaben zugesagt hat.
Vor kurzem hatte die neu gegründete Genossenschaft der Kiezkicker die Mehrheit am Millerntor übernommen. Mit Einnahmen von 29,2 Millionen Euro wurde das Stadion vollständig entschuldet, und es konnten Investitionen in das Leistungszentrum getätigt werden. Nun steht der nächste Meilenstein für die Spielstätte an.
Dies war nicht die einzige positive Nachricht, die der Verein seinen Mitgliedern am Sonntag präsentierte. Der Kiezklub vermeldete einen Rekordumsatz von 102,381 Millionen Euro für das Geschäftsjahr 2024/25, wobei insbesondere die gestiegenen TV-Gelder nach dem Bundesliga-Aufstieg eine bedeutende Rolle spielten. Zum zweiten Mal in Folge konnte zudem ein Gewinn von rund zwei Millionen Euro verbucht werden.