FCB-Coach Vincent Kompany vor dem "deutschen Klassiker" gegen Borussia Dortmund

FCB-Coach Vincent Kompany vor dem "deutschen Klassiker" gegen Borussia Dortmund

FC Bayern Trainer Vincent Kompany zeigte sich auf der Pressekonferenz vor dem "deutschen Klassiker" gegen Borussia Dortmund voller Vorfreude. Seine sportliche Kampfansage nahm er jedoch mit Respekt entgegen.

München – Direkt nach der Länderspielpause steht am Samstagabend in der Münchner Allianz Arena das mit Abstand am meisten erwartete Duell im deutschen Profifußball an: Der „deutsche Clásico“ zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund, eine Partie, die weltweit große Aufmerksamkeit auf sich zieht. Kompany strahlte auf der Pressekonferenz vor dem Topspiel eine enorme Vorfreude aus und zeigte sich kampflustig, aber auch respektvoll gegenüber dem Gegner.

„Wir haben die Motivation für diesen Klassiker: Erster gegen Zweiter, beide ungeschlagen! Wir freuen uns auf dieses Spiel“, sagte der Belgier und äußerte seinen Respekt vor dem Gegner: „Dortmund hat viel Stabilität gezeigt und Spieler, die immer treffen können, wie Serhou Guirassy, der nicht viele Chancen braucht. Auch die Innenverteidigung hat viel Erfahrung, und im Mittelfeld gibt es ebenfalls große Erfahrung. Dortmund ist insgesamt ein starker Gegner!“

Trotzdem geht der 39-Jährige optimistisch in die Partie, denn „wir spielen zuhause in der Allianz Arena vor unseren Fans und haben riesige Lust auf dieses Spiel! Hoffentlich wird es ein gutes Spiel für die Fans und für uns ein positives Ergebnis!“

Im Vorfeld des Topspiels hatte BVB-Coach Niko Kovač eine Kampfansage gemacht: „Wir müssen eine Faust sein, denn die tut mehr weh als eine Schelle.“ Kompany reagierte sportlich darauf: „Wir sind beide ungeschlagen, also sind es zwei Fäuste gegeneinander! Mal sehen, wie das ausgeht. Dortmund kam auch von der Klub-WM und hatte eine ebenso kurze Vorbereitung wie wir. Da bleibt nicht viel Zeit für eine gute Vorbereitung – es geht um die Mentalität! Und das war bisher eine große Stärke von uns, vermutlich auch von Dortmund. Aber ich bin ehrlich: Ich bin froh, dass die Länderspielpause vorbei ist und wir endlich wieder voll angreifen können!“

Der Bayern-Trainer sprach auch die Diskussionen vor der Klub-WM in den USA im Sommer an. Kritiker hatten den teilnehmenden Teams einen katastrophalen Saisonstart 2025/26 prophezeit. Rudi Völler hatte sogar gesagt: „Mannschaften wie Bayer 04, Leipzig oder Frankfurt werden nach der Klub-WM gefühlt mit fünf Punkten Vorsprung in die nächste Bundesliga-Saison gehen, während die Münchner und Dortmunder massive Fitness-Nachteile gegenüber der Konkurrenz haben werden.“ Nun stehen jedoch genau diese beiden Vereine an der Spitze der Bundesliga-Tabelle. Sowohl Kovač als auch Kompany sehen darin die Bestätigung ihrer Teams als „Mentalitätsmonster“.

Kompanys Aussagen waren geprägt von Respekt für den Gegner, insbesondere für seinen Trainerkollegen, aber auch von großem Vertrauen in die Stärken seiner eigenen Mannschaft: „Der BVB hat mittlerweile Klarheit in System und Profil. Wenn man während einer Saison als Trainer in eine Mannschaft kommt, hat man nie viel Zeit, das Team umzubauen. Aber jetzt steht die Dortmunder Mannschaft unter Kovač. Wenn ich aber auf uns blicke: Ich glaube, der Gegner muss da auch einiges lösen, wenn er gegen den FC Bayern spielt! Wenn wir ein Spiel beginnen, vergesse ich nie: Auch der Gegner muss viel lösen.“

Zu den verfügbaren Spielern gab der Coach den anwesenden Medienvertretern folgende Informationen: „Alle Spieler sind gesund aus den Nationalteams zurückgekehrt. Raffa (Guerreiro) hatte gegen Frankfurt einen Schlag abbekommen und trainiert heute. Wir werden sehen, ob er dabei ist. Josip Stanišić wird jedoch noch fehlen.“ Während er in der Offensive aus dem Vollen schöpfen kann, bleibt die Abwehr weiterhin dünn besetzt.

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