Feierliche Buchpremiere der Thomas-Schaaf-Biografie in Bremen

Feierliche Buchpremiere der Thomas-Schaaf-Biografie in Bremen

Die neue Biografie über die Werder-Legende Thomas Schaaf wurde am Donnerstagabend feierlich im Bremer Konzerthaus „Die Glocke“ präsentiert. Das Werk des Chefredakteurs der DeichStube, Daniel Cottäus, wurde vor 1400 Gästen vorgestellt, die eine beeindruckende Gala erlebten.

Bereits der Empfang von Thomas Schaaf im bis auf den letzten Platz gefüllten Konzerthaus sorgte für Gänsehautmomente. Der sichtlich bewegte Double-Coach von 2004 äußerte mit rührender Stimme: „Das ist unfassbar. Für mich ist das alles total surreal. Heute dieser Abend hier - dass es ein Buch über mich gibt. Das ist immer noch unglaublich.“ Der 64-Jährige war jedoch nicht nur emotional, sondern auch humorvoll und sorgte mit einem Scherz über die Anzahl der Gäste im Vergleich zum Weserstadion für Lacher im Publikum.

Um die Veröffentlichung der Biografie angemessen zu feiern, hatte die DeichStube zu einer großen Veranstaltung in die Eventlocation bei der Domsheide eingeladen. Unter den 200 geladenen Gästen befanden sich zahlreiche ehemalige Weggefährten, die spannende, witzige und auch traurige Geschichten aus dem Leben von Thomas Schaaf teilten. „Das ganze Buch war für mich sehr emotional. Es war mir auch wichtig, dass darin nicht nur Jubelklänge vorkommen, sondern auch bedrückende Momente“, betonte Schaaf. Um die Lesung lebendiger zu gestalten, trug der renommierte Schauspieler und Werder-Fan Matthias Brandt fünf ausgewählte Kapitel aus dem 320 Seiten umfassenden Buch vor, darunter die Erzählung eines legendären Abends in Dalian nach der enttäuschenden Vizemeisterschaft von 1986.

Die Podiumsgäste Klaus Allofs, Torsten Frings, Thomas Wolter, Werder Bremens Sportchef Clemens Fritz, Thomas Schaaf selbst und Daniel Cottäus sorgten unter der Moderation von Janna Schierenbeck für lockere Sprüche und teilten bisher unbekannte Anekdoten. Grußnachrichten von Rudi Völler, Per Mertesacker und Miroslav Klose, der Schaaf für seine „überschaubare“ Technik beim Fünf-gegen-Zwei-Spiel auf die Schippe nahm, rundeten das Programm ab. Es wurde geschwelgt in Erinnerungen, oft herzlich gelacht und gelegentlich wurde es auch melancholisch.

Besonders bewegend war die Rede von Schaafs Tochter Valeska, die den Abschluss der Veranstaltung bildete. Nach fast drei Stunden Gala war die Veranstaltung schließlich beendet, doch das Gefühl, dass es mehr zu erzählen gibt, blieb. Dies zeigte sich auch mehr als eine Stunde nach dem Ende der Veranstaltung im Foyer der „Glocke“, wo sich eine lange Schlange gebildet hatte, da viele Zuschauer ein signiertes Exemplar von Thomas Schaaf erwerben wollten. Der Meistertrainer des SV Werder Bremen erfüllte geduldig jeden einzelnen Wunsch.

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