Finanzielle Verpflichtungen von Barcelona bezüglich Lewandowski-Transfer
Die Diskussion um die Ablösesumme für Robert Lewandowski, der im Sommer 2022 von Bayern München zum FC Barcelona wechselte, beschäftigt die Fans des deutschen Rekordmeisters seit geraumer Zeit. Die beiden europäischen Spitzenvereine treffen nicht nur auf dem Spielfeld regelmäßig aufeinander, sondern auch im Wettbieten um begehrte Spieler.
In der letzten Transferperiode war dies beispielsweise bei Nico Williams der Fall, während Luis Díaz, der von den Katalanen intensiv umworben wurde, letztlich für 70 Millionen Euro von Liverpool nach München wechselte. Jedes Mal, wenn Barcelona Interesse an einem Spieler von Bayern zeigt oder umgekehrt, gibt es in den FCB-Foren sofort Reaktionen.
Ein häufig gestelltes Anliegen der Bayern-Fans ist die Frage, ob Barcelona die gesamte Ablösesumme für Lewandowski bereits beglichen hat. Viele Anhänger gingen davon aus, dass die feste Summe von 45 Millionen Euro schon gezahlt wurde, jedoch noch Bonuszahlungen ausstehen. Ein aktueller Bericht von der spanischen Sportzeitung SPORT bringt nun eine überraschende Wendung in diese Diskussion.
Demnach schuldet der FC Barcelona dem deutschen Rekordmeister noch einen erheblichen Teil der Ablösesumme, konkret etwa 20 Millionen Euro. Diese Information stammt aus dem Finanzbericht des FC Barcelona für das am 30. Juni 2025 endende Geschäftsjahr. Drei Jahre nach Lewandowskis Wechsel bleibt also ein beträchtlicher Betrag offen.
Doch nicht nur Bayern München wartet auf ausstehende Zahlungen. Gemäß den UEFA- und FIFA-Regularien müssen auch die vorherigen Vereine eines Spielers an den Ausbildungs- und Transfergebühren beteiligt werden. Daher muss Barcelona auch Borussia Dortmund noch eine sechsstellige Summe zahlen, während mehrere polnische Vereine ebenfalls auf ausstehende Beträge aus dem Lewandowski-Transfer warten.
Lewandowskis Vertrag bei Barcelona läuft noch bis zum 30. Juni 2026. Derzeit deutet vieles darauf hin, dass der 37-Jährige den Verein im kommenden Sommer verlassen könnte – möglicherweise noch bevor die vollständige Ablösesumme an Bayern und andere Klubs überwiesen wurde. Darüber hinaus hat der FC Barcelona auch bei vielen anderen Vereinen Transferverpflichtungen. Laut dem Finanzbericht belaufen sich diese insgesamt auf 159,1 Millionen Euro.
Unter den betroffenen Vereinen hat Leeds United mit 41,9 Millionen Euro für den Transfer von Raphinha die höchsten Forderungen. Der FC Sevilla wartet auf 24,5 Millionen Euro für Jules Koundé. Die gesamte Fußballwelt beobachtet gespannt, wann der FC Barcelona von den nationalen und internationalen Verbänden angemessen sanktioniert wird.