Gilberto Mora: Mexikos WM-Talent feiert nach dem Ausscheiden im Norwegen-Fanblock
Der 17-jährige Gilberto Mora, Mexikos vielversprechendes Fußballtalent, hat zwar die WM verlassen, doch sein Auftritt im Fanblock der Norweger sorgte für Aufsehen. Nach dem Viertelfinal-Aus gegen England, das für Norwegen das Ende eines bemerkenswerten Turniers markierte, feierten die Skandinavier ihr berühmtes Ruder-Ritual – und Mora, der nicht einmal Teil des Teams war, machte mit.
Umgeben von den roten Trikots der norwegischen Fans, zeigte sich Mora, der Mittelfeldspieler des Club Tijuana. Nach dem Ausscheiden der mexikanischen Nationalmannschaft im Achtelfinale gegen England entschied er sich, die WM nicht einfach abzuhaken. Stattdessen nahm er im Fanblock der Norweger Platz und zog die imaginären Paddel durch die Luft. Ein Video davon ging viral und begeisterte das Internet.
Besonders bemerkenswert ist, was Mora in den Wochen zuvor erreicht hatte. Er debütierte beim Eröffnungsspiel der WM gegen Südafrika und wurde mit 17 Jahren und 240 Tagen zum jüngsten mexikanischen WM-Spieler in der Geschichte. Kurz nach dem Ausscheiden feierte er seinen Schulabschluss, wie in einem viralen Video von der FIFA zu sehen ist. Erst WM-Debüt, dann Abitur, und nun im Norwegen-Fanblock – das klingt fast nach Fiktion, ist aber die Realität des jungen Talents.
Im Sechzehntelfinale gegen Ecuador stand Mora sogar in der Startelf und wurde damit zum zweitjüngsten Spieler in der Geschichte eines WM-K.o.-Spiels, nur übertroffen von Pelé im Jahr 1958. Nach dem Eröffnungsspiel äußerte Mora: „Mexiko verdient es, an der Spitze der Welt zu stehen. Zusammen werden wir es erreichen.“
Das Ruder-Ritual der Norweger hat die WM 2026 von Anfang an geprägt. Sogar das norwegische Parlament schickte einen Ruder-Gruß an die Nationalmannschaft. Kapitän Martin Ödegaard gab den Takt vor, die Fans griffen zu den imaginären Paddeln – und nun auch Mora. Der Anblick eines mexikanischen Teenagers, der nach dem WM-Aus im Norwegen-Block auftaucht und mitfeiert, passt perfekt zu einem Turnier voller unvergesslicher Momente.
Mora plant, die WM 2026 als Sprungbrett für eine große Karriere zu nutzen. Derzeit spielt er noch für Club Tijuana, darf jedoch erst mit 18 Jahren offiziell ins Ausland wechseln. Bis dahin hat er noch genügend Zeit, um ein weiteres Mal zu rudern.