Gladbachs Moritz Nicolas im Fokus der Premier League
Intensive Bemühungen um Gladbachs Juwel: Nach einer herausragenden Saison steht der Torhüter Moritz Nicolas im Blickfeld mehrerer Premier-League-Klubs.
Mönchengladbach – Eine brisante Personalie sorgt für Bewegung auf dem Transfermarkt der Bundesliga. Moritz Nicolas, der 28-jährige Schlussmann, war einer der wenigen echten Gewinner einer ansonsten durchwachsenen Saison von Borussia Mönchengladbach. Er absolvierte alle 34 Ligaspiele und konnte dabei beeindruckende 13 Partien ohne Gegentor halten.
In der ligaweiten Statistik war nur Dortmunds Gregor Kobel mit 15 „weißen Westen“ erfolgreicher. Diese herausragenden Leistungen haben international Interesse geweckt. Laut mehreren Medienberichten aus England haben bereits finanzstarke Klubs der Premier League, darunter der frischgebackene Europa-League-Sieger Aston Villa, ihr Interesse an dem Gladbacher Torwart bekundet.
Nicolas selbst zeigt sich von einem Wechsel in die wohl stärkste Liga Europas begeistert und wäre grundsätzlich bereit für das Abenteuer auf der Insel. Gleichzeitig betont er jedoch, dass er sich auch eine langfristige Zukunft am Niederrhein als Führungsspieler gut vorstellen kann. Vertraglich ist Nicolas bis 2029 an die Borussia gebunden, allerdings enthält sein Vertrag eine Ausstiegsklausel.
Nach Informationen der „BILD“ beläuft sich diese Summe auf rund zehn Millionen Euro. Der Nachteil für potenzielle Käufer: Die Klausel ist zeitlich befristet und verliert bereits im Laufe des Juni ihre Gültigkeit. Englische Interessenten müssten somit noch vor dem Ende der laufenden Weltmeisterschaft zuschlagen, um den Torwart zum Festpreis zu erwerben.
Da Premier-League-Vereine in der Sommertransferperiode erfahrungsgemäß eher zu späten Transfers im Juli oder August tendieren, könnte der Wechsel-Poker nach dem Verstreichen der Klausel in die heiße Verlängerung gehen. Gladbachs Sport-Boss Rouven Schröder schließt einen Abgang des Torwarts auch ohne Klausel nicht kategorisch aus und würde Nicolas bei einem entsprechenden „unmoralischen Angebot“ im späteren Sommerfenster nicht im Weg stehen.
Für den Ernstfall haben sich die Fohlen bereits optimal abgesichert. Mit der Verpflichtung des erfahrenen Daniel Batz, der in der vergangenen Saison beim FSV Mainz als absolute Nummer eins seine Bundesliga-Tauglichkeit unter Beweis stellte, steht sofort ein zuverlässiger Ersatz bereit.