Greuther Fürth in der Krise: Kapitän Hrgota vor Wechsel?
Greuther Fürth befindet sich in der 2. Bundesliga in einem Abwärtstrend. Die Probleme des Traditionsklubs sind nicht neu, und es stellt sich die Frage, ob Rekordspieler Branimir Hrgota vor einem Wechsel steht.
Hrgota wechselte im Sommer 2019 nach drei Jahren bei Eintracht Frankfurt zur Spielvereinigung Greuther Fürth und entwickelte sich schnell zu einem Schlüsselspieler, der entscheidend zum Aufstieg 2021 beitrug. Doch in dieser Saison ist der Klub zunehmend in einer Krise.
Vor dem Spiel gegen den Karlsruher SC nahm Trainer Thomas Kleine eine umstrittene Personalentscheidung vor: Der Kapitän Hrgota, der fit war, saß nur auf der Bank in einem wichtigen Spiel. Kleine erklärte: „Es ist nicht immer eine Entscheidung gegen einen Spieler. Wir haben uns für Felix Higl entschieden.“ Der Versuch, mit einem anderen Spielertypen zu agieren, schlug fehl.
Higl kam erst in der 69. Minute bei einem Rückstand von 0:2 ins Spiel und erzielte zwar den einzigen Treffer für Fürth, doch das Team verlor letztendlich mit 1:4. Der Plan, ohne den bisherigen Kapitän zu spielen, ging nicht auf. Hrgota zeigte trotz der Situation seine Professionalität und wollte das Team anführen, doch die Karlsruher waren zu stark.
Mit seinem Tor überholte Hrgota Klaus Heinlein und ist nun Rekordtorschütze der Kleeblätter. Steht das Ende seiner Ära in Fürth bevor? Der 32-Jährige hat in der Vergangenheit bereits mit einem Wechsel geliebäugelt. Hannover 96 hat seit Jahren Interesse an ihm, und im vergangenen Winter gab es konkretes Interesse aus der Bundesliga und dem Ausland.
Obwohl Hrgota sich in Fürth wohlfühlt, hat der Rücktritt von Rachid Azzouzi als Manager vor einem Jahr einiges verändert. Azzouzi war das Gesicht des Vereins und hatte eine klare Handschrift hinterlassen, die mittlerweile verloren gegangen ist.
Fürth hat mit 28 Gegentoren die meisten der Liga kassiert, der Abstiegsplatz ist nur noch drei Punkte entfernt. Zudem gibt es Unklarheiten bezüglich Hrgotas Zukunft. Sein Vertrag läuft im kommenden Sommer aus, und ab dem 1. Januar 2026 kann er bei einem neuen Klub unterschreiben. Könnten beide Parteien bereits im Winter zu einer Lösung kommen?
Für Greuther Fürth wäre dies die letzte Möglichkeit, eine Ablösesumme zu erzielen. Für Hrgota, der in seiner Karriere drei Länderspiele für Schweden absolviert hat, könnten sich sowohl im In- als auch im Ausland neue Türen öffnen. Ein Angreifer, der in 310 Erst- und Zweitligapartien an 118 Treffern beteiligt war, könnte für viele Teams eine wertvolle Verstärkung darstellen.