Hansi Müller hofft auf WM-Chancen für Angelo Stiller
Hansi Müller ist überzeugt, dass Angelo Stiller bei Bundestrainer Julian Nagelsmann noch Chancen hat. In einem Interview mit Absolut Stuttgart erklärt Müller, warum der VfB-Sechser während der WM von Bedeutung sein könnte.
Stuttgart – In einem viel diskutierten Interview mit dem Kicker hat Nagelsmann die Sechserposition näher beleuchtet. Er sprach von einer Vielzahl an defensiven Mittelfeldspielern, die jedoch alle „ähnliche Spielertypen“ seien: „Pascal Groß, Angelo Stiller, Aleksandar Pavlović, Felix Nmecha und sogar Robert Andrich – sie alle wollen den Ball.“
Nagelsmann betonte, dass diese Spieler „immer einen Partner neben sich benötigen, um sich abzustimmen“. Dies gilt auch für Joshua Kimmich, der abwechselnd die Position wechselt. „Ich habe tatsächlich elf Sechser auf meiner Liste. Alle sind Weltklasse-Fußballer, aber sie teilen eine ähnliche Grundstruktur“, fügte er hinzu.
Besonders hervor hob Nagelsmann Pavlović und Leon Goretzka, letzterer vor allem wegen seiner Zweikampf- und Kopfballstärke. Nach dem Interview schätzten viele die WM-Chancen von Angelo Stiller jedoch als gering ein. Dennoch hat die VfB-Legende Hansi Müller, der 1980 mit Deutschland Europameister wurde, die Hoffnung noch nicht aufgegeben.
In einem Gespräch mit Absolut Stuttgart sagte er: „Ange sollte auf jeden Fall an sich glauben. Er muss überzeugt sein, dass er aufgrund seiner guten Leistungen mitgenommen wird. Und dann muss er im Training und in den Testspielen zeigen, was er kann.“ Laut dem ehemaligen Fußballprofi hat Stiller gute Argumente für seine Nominierung.
Europameister Hansi Müller bemerkte: „Er findet immer eine Lösung für schwierige Situationen. Man darf nicht vergessen, dass er der einzige Linksfuß unter den Mittelfeldspielern der Nationalmannschaft ist, und einen Linksfuß braucht man.“ Darüber hinaus sei er ein cleverer und intelligenter Spieler, den man immer gebrauchen kann.
Der VfB ist auf Stiller angewiesen, wie Müller deutlich machte: „Wenn er beim VfB nicht spielt, merkt man sofort, dass etwas fehlt.“ Ob Nagelsmann für den DFB ebenfalls eine solche Notwendigkeit sieht, bleibt abzuwarten. Bisher scheint es jedoch unwahrscheinlich zu sein.