Harry Kane auf Rekordkurs in der Bundesliga
Harry Kane führt die Torschützenliste der Bundesliga an und ist mit 18 Treffern auf Rekordkurs. Wird er die Bestmarke von Robert Lewandowski übertreffen?
München – Am Sonntag erzielte Harry Kane per Elfmeter den 2:2-Endstand gegen den FSV Mainz 05. Der Superstar des FC Bayern hat nun 18 Tore nach 14 Spieltagen auf dem Konto und führt somit souverän die Torschützenliste der Bundesliga an. Auf dem zweiten Platz liegen der verletzte Jonathan Burkardt von Eintracht Frankfurt und Deniz Undav vom VfB Stuttgart, die jeweils acht Tore erzielt haben.
Kane hat bereits einen Vorsprung von zehn Treffern auf seine Verfolger. Sollte er von größeren Verletzungen verschont bleiben, könnte der Kapitän der englischen Nationalmannschaft in seinem dritten Jahr in der Bundesliga zum dritten Mal die Torjägerkanone gewinnen. Die bedeutendere Frage bleibt jedoch, ob Kane den Bundesliga-Rekord von Robert Lewandowski brechen kann.
Lewandowski, der Vorgänger von Kane beim FC Bayern, erzielte in der Saison 2020/21 beeindruckende 41 Tore und stellte damit den vermeintlichen Jahrhundert-Rekord von Gerd Müller ein. Allerdings profitierte Lewandowski von zwei großen Vorteilen: Er verwandelte zahlreiche Elfmeter und hatte in Auswärtsspielen weniger Druck, da aufgrund der Corona-Pandemie die Zuschauer in den Stadien größtenteils fehlten.
Trotzdem galt Lewandowskis Leistung als herausragend – und nun hat Harry Kane ihn gefährlich im Nacken. Derzeit erzielt Kane im Schnitt 1,29 Tore pro Partie, hochgerechnet auf 34 Spieltage wären das 43,71 Tore, also mindestens 43 Tore. Es bleibt spannend, ob Kane seine Effektivität bei den „Duracell-Bayern“ in der Rückrunde aufrechterhalten kann.
Eine Bayern-Legende, die ihm diese Leistung zutraut, ist Mario Basler. Der 56-Jährige äußerte sich im Gespräch mit Absolut Fussball, dem Fußball-Nachrichtenportal von Home of Sports, begeistert über Kane und zog einen Vergleich zu Lewandowski: „Ich glaube, dass Harry Kane ein anderer Spieler ist. Lewandowski war nicht der Spieler, der so viel in die Defensive gearbeitet hat. Das macht Harry Kane.“
Basler fügte hinzu: „Kane wird manchmal, wenn Nicolas Jackson eingewechselt wird, als Spieler hinter Jackson eingesetzt und agiert auch sehr oft im Mittelfeld, holt Bälle und verteilt sie.“ Der ehemalige Torschützenkönig von Werder Bremen mit 20 Treffern in der Saison 1994/95 sieht Kane auf einem guten Weg, einen neuen Jahrhundert-Rekord aufzustellen: „Ich glaube, dass er in dieser Saison die Chance hat, den Tor-Rekord zu brechen. Für mich ist er ein außergewöhnlicher Stürmer und der Spieler des Jahres.“