Hasan Salihamidzic könnte zum Hamburger SV zurückkehren
München/Hamburg – Die Suche nach einem neuen Sportvorstand beim Hamburger SV könnte eine überraschende Wendung nehmen. Während bisher prominente Namen wie Sebastian Kehl von Borussia Dortmund oder der ehemalige DFB-Chef Oliver Bierhoff im Gespräch waren, wird nun ein weiterer spektakulärer Kandidat gehandelt: Hasan Salihamidzic.
Wie die Sport Bild berichtet, wird Salihamidzic als möglicher Nachfolger für den ehemaligen Sportvorstand Stefan Kuntz diskutiert. Der 49-Jährige war bis Mai 2023 Sportvorstand beim FC Bayern München, wurde jedoch kurz nach dem Gewinn der 33. Meisterschaft entlassen und ist seitdem ohne Funktionärsposition bei einem anderen Klub.
Für Salihamidzic wäre dies eine Rückkehr zu seinen Wurzeln. Von 1992 bis Sommer 1998 spielte er zunächst in der Jugend, dann in der zweiten Mannschaft und schließlich bei den Profis des HSV, bevor er zum FC Bayern wechselte. In insgesamt 88 Pflichtspielen stand „Brazzo“ für die Hamburger Profis auf dem Platz. Diese Verbindung zum Verein könnte nun ein entscheidender Vorteil für seine mögliche Verpflichtung sein.
Seit seinem Abschied aus München, wo er auch bei einem italienischen Topklub gehandelt wurde, ist Salihamidzic vereinslos und könnte bereit für eine neue Herausforderung sein. Der HSV, der jahrelang um die Rückkehr in die Bundesliga kämpfte und nun nach Stabilität sucht, könnte von Salihamidzics Erfahrung als erfolgreicher Spieler sowie seiner Zeit als Sportvorstand beim FC Bayern profitieren.
Allerdings wird Salihamidzics Zeit in München oft als Achterbahnfahrten beschrieben und von vielen Fans kritisch betrachtet. Neben erfolgreichen Transfers, die sein Ansehen verbesserten, sorgte insbesondere der Umgang mit zwei Trainern für Kontroversen. So verließ Triple-Coach Hansi Flick die Münchner nach wiederholten Reibereien mit Salihamidzic freiwillig, während Julian Nagelsmann von Salihamidzic entlassen wurde. Bayern-Patron Uli Hoeneß erklärte später, dass die Causa Nagelsmann ein Hauptgrund für die Trennung von Salihamidzic gewesen sei.
Jetzt könnte es zu einer spektakulären Rückkehr in die Bundesliga kommen. Aktuell scheint Salihamidzic jedoch nicht der Favorit auf die Nachfolge von Kuntz zu sein. Stattdessen scheinen die HSV-Verantwortlichen ernsthaftes Interesse an Kehl zu haben, der die Gerüchte jüngst mit ungewöhnlichem Verhalten selbst befeuert hat.