Henrikh Mkhitaryan enthüllt Konflikt mit José Mourinho in Autobiografie

Henrikh Mkhitaryan enthüllt Konflikt mit José Mourinho in Autobiografie

José Mourinho ist bekannt für seine schwierige Persönlichkeit, was nicht selten zu Konflikten mit Spielern führt. Ein ehemaliger Spieler des BVB, Henrikh Mkhitaryan, erzählt nun von seinen Erfahrungen.

In seiner Autobiografie „My Life Always at the Center“ gewährt der ehemalige BVB-Star Einblicke in seine Zeit bei Manchester United und offenbart einen heftigen Konflikt mit Trainer José Mourinho.

Der Armenier, der 2016 von Borussia Dortmund zu den Red Devils wechselte, beschreibt, dass das Verhältnis zu Mourinho von Anfang an angespannt war. Nach Monaten zunehmender Spannungen kam es schließlich zu einem Eklat.

„Ich sagte ihm: Du kritisierst mich jetzt seit eineinhalb Jahren, seit ich bei Manchester United bin. Mourinho nannte mich 'scheiße', und ich habe die Fassung verloren. Ich antwortete, dass er ein Stück Scheiße sei. Ein riesiges“, schreibt Mkhitaryan in seinem Buch. Daraufhin habe der Star-Trainer ihn mit den Worten „Verschwinde von hier, ich will dich nie wiedersehen“ aus dem Raum geschickt.

Damit war das Verhältnis endgültig zerrüttet. Laut Mkhitaryan versuchte Mourinho anschließend, ihn aus dem Verein zu drängen. „Während des Trainings hat er nicht mit mir gesprochen. Aber jeden Abend schickte er eine Nachricht über WhatsApp: ‚Miki, bitte geh.‘ Ich antwortete immer mit den gleichen Worten: ‚Ich gehe, wenn ich den richtigen Klub gefunden habe, ansonsten bleibe ich bis zum Sommer‘“, berichtet der frühere BVB-Star.

Mkhitaryan beschreibt in seinem Buch, dass Mourinho ihm gegenüber „Psycho-Tricks“ angewendet habe. Das Verhalten des Trainers sei für ihn „eine Art religiöses Schweigen“ gewesen – völlige Funkstille auf dem Trainingsplatz, aber ständige Nachrichten am Abend.

Im Januar 2018 verließ Mkhitaryan schließlich Manchester United – im Tausch mit Alexis Sánchez wechselte er zum FC Arsenal. Nur 18 Monate zuvor hatte United rund 42 Millionen Euro an Borussia Dortmund gezahlt, beim Weiterverkauf kassierte der Klub noch etwa 34 Millionen Euro.

Im Jahr 2021 traf Mkhitaryan in Rom erneut auf Mourinho, der dort das Traineramt übernommen hatte. Viele erwarteten eine Fortsetzung des alten Konflikts, doch das Gegenteil war der Fall. „Am ersten Tag umarmten wir uns sofort“, erinnert sich Mkhitaryan. Gemeinsam gewannen sie in Rom sogar die UEFA Conference League – der Streit von einst war endgültig Vergangenheit.

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