Herausforderungen beim Transfer von Cameron Puertas zu Werder Bremen

Herausforderungen beim Transfer von Cameron Puertas zu Werder Bremen

Im Sommer endet die Leihe von Cameron Puertas, und die Aussicht auf einen festen Transfer zum SV Werder Bremen wirft einige Fragen auf.

Bremen – Cameron Puertas zählt ohne Zweifel zu den Gewinnern des Trainerwechsels beim SV Werder Bremen. Unter dem neuen Cheftrainer Daniel Thioune zeigt der Spanier zunehmend seine Stärken. Es ist daher nicht verwunderlich, dass Thioune sich einen Verbleib von Puertas über den Sommer hinaus wünscht. „Wir müssen klären, wie es mit Cameron weitergeht“, äußerte der 51-Jährige kürzlich und stellte die Frage in den Raum: „Wie können Leihgeschäfte in feste Verpflichtungen umgewandelt werden?“ Allerdings gestaltet sich die Situation im Fall von Puertas als kompliziert.

Der 27-Jährige ist bis zum Ende der Saison vom saudi-arabischen Erstligisten Al-Qadsiah ausgeliehen und wird danach zurückkehren. Zwar besitzt Werder Bremen eine Kaufoption für Cameron Puertas, jedoch ist es unrealistisch, dass der Verein diese Option zieht. Der geforderte Betrag von rund zehn Millionen Euro übersteigt die finanziellen Möglichkeiten der Bremer erheblich. Auch wenn der Verein durch den angestrebten Verkauf von Top-Talent Karim Coulibaly potenziell hohe Einnahmen erzielen könnte, bleibt die Haltung bestehen: Werder wird die Kaufoption wahrscheinlich verstreichen lassen. Dennoch besteht Interesse daran, Puertas auch in der kommenden Saison im Kader zu haben.

„Cam passt sowohl als Fußballer als auch als Mensch sehr gut zu uns“, sagte Sportchef Clemens Fritz gegenüber der DeichStube. „Wie es nach der Saison mit ihm weitergeht, lässt sich derzeit jedoch noch nicht sagen. Ob ein fester Transfer möglich ist, müssen wir abwarten.“ Es könnte auch eine Möglichkeit bestehen, ohne Kaufoption über freie Verhandlungen einen günstigeren Preis zu erzielen. Falls Al-Qadsiah im Sommer keinen anderen Käufer für Cameron Puertas findet, könnte sich für Werder Bremen in der späten Transferphase eine Gelegenheit ergeben. Das Problem mit dem Gehalt des Mittelfeldspielers bleibt jedoch bestehen.

Laut Berichten soll Cameron Puertas bei Al-Qadsiah ein Gehalt von schätzungsweise sechs Millionen Euro pro Jahr beziehen, was ihn in Bremen nicht nur zum Top-Verdiener des Kaders machen würde, sondern auch das gesamte Gehaltsgefüge sprengen würde. Puertas müsste daher bereit sein, erhebliche Gehaltseinbußen hinzunehmen, um den Deal für Werder Bremen möglich zu machen. Bei der aktuellen Leihe ist dies kein Problem für den Bundesligisten. Im vergangenen Sommer haben die Bremer, so die DeichStube, etwas mehr als 600.000 Euro Leihgebühr an Saudi-Arabien gezahlt, während sie nur einen geringen Anteil an Puertas‘ Gehalt übernehmen.

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