Hoffenheim will im Titelkampf gegen Bayern bestehen

Hoffenheim will im Titelkampf gegen Bayern bestehen

Dem FC Bayern München scheinen in diesem Titelkampf die ernsthaften Konkurrenten zu fehlen. Die TSG 1899 Hoffenheim hat sich zum Ziel gesetzt, diese Lücke zu füllen und sich in der Bundesliga zu etablieren.

In Sinsheim zeigen die potenziellen Herausforderer der Bayern wenig Ambition, ihre Rolle in der laufenden Saison anzunehmen. Niko Kovac, Trainer von Borussia Dortmund, widersprach seinem Stürmer Maximilian Beier, der geäußert hatte, er wolle mit dem BVB Meister werden. Auch Eintracht Frankfurts Trainer Dino Toppmöller wies das Thema als „unbedeutend“ zurück, nachdem sein Team gegen Bayer 04 Leverkusen verloren hatte.

Leverkusen selbst befindet sich in einem umfassenden Umbruch und entließ nach nur zwei Spieltagen Coach Erik ten Hag. „Geheimfavoriten“ wie der VfB Stuttgart, RB Leipzig und der SC Freiburg haben ebenfalls Schwierigkeiten beim Saisonstart. Somit ist kein ernsthafter Herausforderer für Bayern auszumachen, weder aus eigener Überzeugung noch aufgrund der bisherigen Leistungen.

Doch die TSG 1899 Hoffenheim, einst als Abstiegskandidat gehandelt, hat sich mit sechs von neun möglichen Punkten beachtlich in die Saison gestartet. Nach einem Überraschungssieg in Leverkusen folgte eine Heimniederlage gegen Eintracht Frankfurt, bevor ein 4:2-Sieg bei Union Berlin gelang.

Am Samstag steht nun das Duell gegen den Tabellenführer FC Bayern an. Obwohl es zunächst unwahrscheinlich erscheint, Hoffenheim als ernsthaften Herausforderer zu betrachten, wird im Kraichgau groß gedacht. Trainer Christian Ilzer übernahm in der vergangenen Saison das Ruder und erklärte kurz darauf öffentlich:

„Ich will Hoffenheim in drei Jahren zurück ins internationale Geschäft bringen und in fünf Jahren um die Deutsche Meisterschaft spielen.“ Es sei wichtig, so der Österreicher im kicker, „Ziele zu haben und in Visionen zu denken“. Schließlich hatte er in Österreich mit Sturm Graz die Dominanz von RB Salzburg überraschend durchbrochen.

Gemäß Ilzers Plan wären es noch vier Saisons bis zum Meisterschaftsrennen. Doch wer weiß, ob die TSG ihre Pläne nicht vorziehen möchte, da kein anderer Klub öffentliches Interesse an der Rolle des Bayern-Jägers bekundet. Am Samstag im direkten Duell gegen den amtierenden Meister besteht die erste Gelegenheit, ein deutliches Zeichen zu setzen.

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