Horst Steffen hat die Qual der Wahl vor dem Heimspiel gegen den FC St. Pauli
Bremen – Vor dem Heimspiel gegen den FC St. Pauli steht Horst Steffen, der Trainer des SV Werder Bremen, vor der Herausforderung, aus einer Vielzahl von Startelf-Optionen die beste Auswahl zu treffen.
In den vergangenen Monaten war die Qualität und Größe des Kaders des SV Werder Bremen ein zentrales Thema. Bei seinem ersten Bundesligaspiel in Frankfurt, das mit 1:4 verloren ging, musste Steffen auf der Ersatzbank ausschließlich auf Spieler zurückgreifen, die nicht älter als 23 Jahre waren. Mittlerweile hat sich die Situation jedoch erheblich verbessert: Späte Transfers und die Rückkehr verletzter Spieler wie Jens Stage und Amos Pieper haben den Kader deutlich verstärkt. Nun gibt es sogar Spieler, die mit ihrer Einsatzzeit unzufrieden sind. „So habe ich es gerne – dass wir gute Spieler haben, die dann aber auch akzeptieren müssen, wenn sie zunächst auf der Bank sitzen“, betont Steffen, der sich über die neue Auswahlmöglichkeit freut.
Die mögliche Startelf des SV Werder Bremen gegen den FC St. Pauli könnte vielversprechend aussehen.
„Vor einigen Wochen haben wir noch darüber geklagt, dass wir zu wenige gute Spieler im Kader haben. Jetzt ist es genau umgekehrt: Wir haben genügend Qualität, was bedeutet, dass auch starke Spieler auf der Bank bleiben müssen“, sagt der 56-Jährige. Trotz der Abwesenheit von fünf verletzten Spielern kann Steffen für das Heimspiel gegen den FC St. Pauli (Samstag, 15:30 Uhr/DeichStube-Liveticker) auf einen Kader von 26 Spielern zurückgreifen. Einige etablierte Profis werden also erneut zunächst auf der Bank Platz nehmen müssen. „Für uns als Mannschaft ist das positiv, weil wir so viele Möglichkeiten zum Wechseln haben“, freut sich Steffen, der bereits bei der Partie gegen Bayer 04 Leverkusen bewiesen hat, dass seine späten Wechsel den Spielverlauf entscheidend beeinflussen können.
Gleichzeitig hebt der Cheftrainer des SV Werder Bremen hervor, dass es für ihn keine angenehme Aufgabe ist, Spieler enttäuschen zu müssen. „Das ist eine Schwierigkeit, die ich schon seit Jahren als Teil meiner Aufgabe sehe – auch wenn sie nicht besonders angenehm ist. Aber dafür sind alle anderen Aufgaben umso schöner“, so Steffen.