HSV sucht Nachfolger für Sportvorstand nach Kuntz-Abgang

HSV sucht Nachfolger für Sportvorstand nach Kuntz-Abgang

Nach dem plötzlichen Abschied von Stefan Kuntz aus Hamburg ist der Hamburger SV auf der Suche nach einem Nachfolger für den Sportvorstand. Ein möglicher Kandidat erhält nun Unterstützung von einem ehemaligen Kollegen.

Hamburg – Die Verantwortlichen des Hamburger SV haben turbulente Tage hinter sich. Nach dem Rücktritt von Stefan Kuntz zu Beginn des Jahres wurden schwere Vorwürfe gegen den ehemaligen Sportvorstand laut, die offenbar den wahren Grund für die Trennung offenbaren. Trotz dieser negativen Schlagzeilen bleibt der HSV weiterhin auf der Suche nach einem geeigneten Nachfolger. Einer der potenziellen Kandidaten erhält nun Rückendeckung von einem alten Weggefährten.

Sky-Experte Dietmar „Didi“ Hamann ist überzeugt, dass Oliver Bierhoff die Anforderungen für die Position beim Bundesliga-Aufsteiger erfüllen kann. „Oli könnte das sehr gut machen, er ist hervorragend vernetzt. Das ist besonders wichtig für einen so großen Verein, auch wenn er lange in der zweiten Liga war“, äußerte Hamann am Samstag (10.01.) als TV-Experte bei Sky. Insbesondere für einen Klub, der sich nach schwierigen Jahren wieder im Oberhaus etablieren möchte, sei Erfahrung auf Führungsebene entscheidend.

Hamann hob zudem hervor, wie wichtig Stabilität und Belastbarkeit in der aktuellen Phase sind. „Sie sind jetzt wieder in der ersten Liga und wollen dort auch bleiben. Man braucht jemanden mit einer gewissen Widerstandsfähigkeit. Stefan Kuntz hatte das, er hat sie zurück in die erste Liga gebracht, und sein Weggang ist ein erheblicher Verlust. Ich könnte mir Oliver Bierhoff in Hamburg sehr gut vorstellen.“ Hamann und Bierhoff spielten beide zusammen in der Deutschen Nationalmannschaft.

Trotz der vakanten Position verspürt man beim HSV keinen dringenden Handlungsbedarf. Aufsichtsratschef Michael Papenfuß stellte klar, dass man sich die notwendige Zeit nehmen wolle. „Wir haben im Aufsichtsrat bereits begonnen, uns darüber auszutauschen, und werden eine Entscheidung treffen, wenn wir sie für den HSV als richtig erachten. Wir stehen nicht unter Zeitdruck und sind wettbewerbs- und handlungsfähig“, wurde er in einem vereinseigenen Interview zitiert.

In der laufenden Transferphase liegt die Verantwortung derzeit beim Direktor Profifußball des HSV, Claus Costa. „Wir waren bereits vor Kuntz' Abgang intensiv mit diesen Themen beschäftigt. Ich habe ein großartiges Team an meiner Seite und arbeite eng mit dem Trainerteam zusammen“, sagte Costa gegenüber Sky und verwies auf die Herausforderungen des Wintermarkts. „Der Transfermarkt im Winter ist immer schwierig, weil es kein Selbstbedienungsladen ist.“

Ungeachtet der aktuellen Situation um Kuntz treibt der HSV die Kaderplanung weiter voran. Zuletzt verstärkten sich die Hanseaten mit Angreifer Damion Downs vom FC Southampton. Mit einer Entscheidung über den Nachfolger von Kuntz ist frühestens nach der Winter-Transferphase zu rechnen.

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