Jadon Sancho: Wechselgerüchte und Herausforderungen bei Aston Villa
Es gab Zeiten, in denen Jadon Sancho ein sicherer Kandidat für den englischen WM-Kader gewesen wäre. Heute jedoch kämpft der 25-Jährige um Spielminuten in seinem Verein.
Birmingham / Dortmund – Im vergangenen Sommer wechselte Sancho leihweise von Manchester United zu Aston Villa. Nach seinen Stationen bei Borussia Dortmund und dem FC Chelsea ist dies bereits der dritte Klub, bei dem der talentierte Dribbler versucht, an frühere Erfolge anzuknüpfen.
Allerdings setzt Villans-Trainer Unai Emery nur begrenzt auf die Dienste Sanchos. In der laufenden Saison absolvierte der Außenstürmer lediglich acht Einsätze, ohne dabei eine einzige Partie über die vollen 90 Minuten zu spielen. Zudem blieb er ohne Torbeteiligung. In 158 Spielen für die Schwarz-Gelben erzielte er hingegen 53 Tore und lieferte beeindruckende 67 Assists.
Laut einem Bericht von CaughtOffside könnte im Januar 2026, wenn der Transfermarkt wieder öffnet, ein weiterer Wechsel anstehen. Diesmal könnte es Sancho an den Bosporus ziehen. Die drei großen Istanbuler Klubs Galatasaray, Besiktas und Fenerbahce sollen um die Dienste des 25-Jährigen werben. Während der Länderspielpause fanden bereits „diskrete, aber aussagekräftige Gespräche“ zwischen Sancho und Vertretern des SüperLig-Trios in einem Hotel in Istanbul statt.
Sein gefordertes Jahresgehalt liegt zwischen acht und neun Millionen Euro. Bei den Red Devils verdient der ehemalige Dortmunder mehr als zehn Millionen Euro pro Saison. Zudem soll Sancho eine Stammplatzgarantie sowie die Teilnahme an einem Europapokal fordern, und er wünscht sich eine direkte Kommunikation mit dem Trainer. In Manchester kam es einst zu einem Konflikt mit Erik ten Hag, was zu seiner Suspendierung im Sommer 2023 führte.
Vor allem Galatasaray und Fenerbahce dürften über die finanziellen Mittel verfügen, um Sancho zu verpflichten. Ein weiteres Intermezzo bei Borussia Dortmund scheint aufgrund der Forderungen des Engländers jedoch nahezu ausgeschlossen. Es ist schwer vorstellbar, dass ein prinzipientreuer Trainer wie Niko Kovač sich auf einen solchen Deal einlässt. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit bvbwld.de/)