Jamal Musiala überrascht als Co-Trainer bei Bayern München
München – Jamal Musiala arbeitet intensiv an seinem Comeback. Am Dienstag, den 14. Oktober, sorgte der verletzte Offensivstar beim Training des FC Bayern für eine unerwartete Überraschung. Laut Sky-Reporter Torben Hoffmann übernahm Musiala kurzerhand die Rolle des Co-Trainers und wechselte zusammen mit Alphonso Davies die Seiten.
Die beiden Superstars leiteten eine Trainingseinheit für die Jugendspieler, die die Gelegenheit hatten, mit den Profis zu trainieren – eine außergewöhnliche Szene an der Säbener Straße. Besonders beeindruckend war Musialas natürlicher Umgang mit den Nachwuchstalenten. Der 22-Jährige gab den jungen Spielern, darunter Lennart Karl und Wisdom Mike, in intensiven Gesprächen wertvolle Tipps und teilte seine Erfahrungen mit ihnen.
Diese spontane Mentoren-Rolle zeigt eine neue Facette des deutschen Nationalspielers, der trotz seines jungen Alters bereits über Führungsqualitäten verfügt. Der Rollenwechsel vom gefeierten Spieler zum geduldigen Trainer wirkte dabei völlig natürlich – ein Zeichen für Musialas fußballerische Intelligenz und soziale Kompetenz.
Musialas Hunger auf ein Comeback ist deutlich spürbar. „Man sieht, wie gut wir gerade spielen und wie viel Spaß die Mannschaft hat. Ich möchte Teil davon sein und wieder auf dem Platz stehen – auch mit Phonzy. Wir wollen nach unseren Verletzungen Spaß haben und als Mannschaft viel gewinnen“, erklärte der Nationalspieler gegenüber fcbayern.com.
Nach der Trainingseinheit suchte Musiala das Gespräch mit Cheftrainer Vincent Kompany und dessen Assistenten. Diese lange Unterhaltung verdeutlicht, wie eng der verletzte Star weiterhin in die Abläufe eingebunden ist. Trotz seiner Verletzung sorgte er anschließend für Begeisterung bei den rund 500 anwesenden Fans, indem er Autogramme verteilte und Fotos machte.
Musiala befindet sich derzeit noch in der Rehabilitation nach seiner Knöcheloperation und betrachtet diese Zeit als wertvollen Reifeprozess: „Ich glaube, man lernt viele Dinge während einer Verletzung. Ich sehe zum Beispiel, wie viel Spaß man sonst hat und wie sehr ich den Fußball liebe. Außerdem hat man die Zeit, in Ruhe darüber nachzudenken, was man besser machen kann. Auf dem Platz hat man dafür nicht die Zeit. Natürlich möchte ich noch besser zurückkommen.“
In dieser Zeit wird Musiala intensiv von seiner Familie unterstützt: „Ich bin seit der Verletzung fast die ganze Zeit mit meiner Familie zusammen. Sie hat mir sehr geholfen, auch um ein wenig von allem abzuschalten.“