Jérôme Boateng verzichtet auf Hospitanz beim FC Bayern

Jérôme Boateng verzichtet auf Hospitanz beim FC Bayern

Die geplante Hospitanz von Jérôme Boateng beim FC Bayern München sorgte in den letzten Tagen für viel Aufsehen. Nach Protesten von Fans hat der ehemalige Profi nun eine Entscheidung getroffen.

Während der FC Bayern am Samstag in der Bundesliga mit 3:0 gegen Borussia Mönchengladbach gewann, äußerte sich Jérôme Boateng auf seinem Instagram-Kanal zu den Kontroversen rund um seine geplante Hospitanz beim Rekordmeister. Der Weltmeister von 2014 gab bekannt, dass er auf das Praktikum verzichten wird.

Boateng erklärte: „Lieber FC Bayern, lieber Vincent, nach den jüngsten Diskussionen um meine Person bin ich zu dem Entschluss gekommen, mich auf meine Themen – die A-Lizenz, RYZR und Arena2 – zu konzentrieren. Mein Fokus liegt darauf, und euer voller Fokus sollte einzig und allein dem Platz gehören – und dem Ziel, diese beeindruckende Serie von 13 Siegen in Folge fortzuführen.“

Weiterhin dankte Boateng der Clubführung und Vincent Kompany für das Vertrauen und die Möglichkeit, Teil des Vereins zu sein. „Ich wünsche euch von Herzen, dass ihr am Ende der Saison eure großen Ziele erreicht“, so der ehemalige Verteidiger. Abschließend richtete er seinen Dank an die zahlreichen Fans für deren Unterstützung: „Euer Boa.“

Der 37-Jährige hatte im Sommer seine Spielerkarriere beendet und strebt nun eine Laufbahn als Trainer an. Sein langjähriger Verein hatte ihm, vertreten durch Trainer Vincent Kompany, eine Hospitanz angeboten. Trotz der ersten Proteste der Fans hatten die Verantwortlichen des FC Bayern keine Bedenken bezüglich des geplanten Praktikums an der Säbener Straße geäußert.

Die Anhänger des Rekordmeisters hatten zuletzt beim Bundesliga-Klassiker gegen Borussia Dortmund sowie in der Champions League gegen Brügge mit Transparenten gegen Boateng protestiert. Diese Proteste sind eine Reaktion auf ein Gerichtsurteil, das das Landgericht München I im Juli 2024 gegen Boateng gefällt hat.

Das Gericht befand ihn der vorsätzlichen Körperverletzung gegenüber einer früheren Partnerin für schuldig und sprach eine Verwarnung aus. Eine Vorstrafe liegt jedoch nicht vor. Boateng weist alle Vorwürfe zurück und betont, niemals eine Frau körperlich angegriffen zu haben.

Bei der Urteilsverkündung stellte die Vorsitzende Richterin klar, dass der Vorwurf, Boateng sei ein notorischer Frauenschläger, nicht belegt werden konnte. Für die nachgewiesenen Tatbestände verhängte das Gericht eine Geldstrafe in Höhe von 200.000 Euro sowie eine Verwarnung mit Strafvorbehalt.

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