Jochen Schneider verlässt die New York Red Bulls

Jochen Schneider verlässt die New York Red Bulls

Jochen Schneider, der ehemalige Sportchef von Schalke 04, verlässt die New York Red Bulls und kehrt aus familiären Gründen nach Europa zurück.

Gelsenkirchen – Nach zwei Jahren trennen sich die New York Red Bulls von Trainer Sandro Schwarz. Auch Sportdirektor Jochen Schneider beendet sein Engagement in den USA. Der Klub gab am Montag, dem 27. Oktober, bekannt, dass der ehemalige Schalke-Sportvorstand den MLS-Verein verlässt, um zu seiner Familie zurückzukehren. Sein Nachfolger steht bereits fest: Julian de Guzman, bisher Sportdirektor bei den Red Bulls, wird die Position übernehmen.

Schneider war von 2019 bis 2021 beim FC Schalke 04 tätig und trug dort zur sportlichen Talfahrt des Vereins bei, die in den Abstieg in die zweite Liga führte. Nach seiner Zeit in Gelsenkirchen wechselte er zu den New York Red Bulls, wo er eine zentralere Rolle im internationalen Red-Bull-Netzwerk übernahm. Unter seiner Leitung holte New York prominente Spieler wie Emil Forsberg und Eric-Maxim Choupo-Moting in die MLS. Klubpräsident Marc de Grandpré lobte Schneider: „Jochens Fachwissen und Führung waren entscheidend für die Zusammenstellung eines Teams, das auf höchstem Niveau konkurriert hat.“

Die sportlichen Ergebnisse in seiner zweiten Saison waren jedoch enttäuschend. Nach dem Finaleinzug 2024, als die Red Bulls mit 1:2 gegen Los Angeles Galaxy verloren – unter anderem durch ein Tor von Ex-BVB-Star Marco Reus – blieb der erhoffte Erfolg aus. In der folgenden Saison erlebte das Team einen deutlichen Rückschlag und belegte in der aktuellen Saison lediglich den zehnten Platz in der Eastern Conference, wodurch die Play-offs verpasst wurden. Dies markiert das Ende einer 15-jährigen Serie kontinuierlicher Playoff-Teilnahmen.

Auch Trainer Sandro Schwarz, den Schneider Ende 2023 nach New York geholt hatte, muss den Klub verlassen. Der frühere Coach von Mainz und Hertha BSC führte das Team im Vorjahr noch zum Titel der Eastern Conference. Schwarz verabschiedet sich zusammen mit seinem langjährigen Co-Trainer Volkan Bulut.

In seinem Abschied betonte Schneider seine emotionale Bindung an den Verein: „In den letzten Jahren habe ich mein ganzes Herzblut in diesen Verein gesteckt und bin unglaublich stolz auf das, was wir gemeinsam erreicht haben. Obwohl ich diesen Verein sehr vermissen werde, steht meine Familie an erster Stelle.“ (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit schalketotal.de/)

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