Jonathan Burkardt: Comeback und neue Verantwortung bei Eintracht Frankfurt

Jonathan Burkardt: Comeback und neue Verantwortung bei Eintracht Frankfurt

Zwischen Torinstinkt und Einsamkeit im Kraftraum: SGE-Star Jonathan Burkardt spricht über die harte Reha und neue Verantwortung.

Frankfurt am Main – Der Rosenmontag verging in diesem Jahr unbemerkt für den gebürtigen Darmstädter. „Nein, nein, ich wohne mittlerweile auch in Frankfurt, aber ich habe mich dem dieses Jahr entzogen“, sagte Jonathan Burkardt und lachte. Der Angreifer von Eintracht Frankfurt wirkte entspannt, doch hinter ihm liegen Wochen, die alles andere als leicht waren.

Beim Topspiel gegen den FC Bayern München am 21. Februar feierte Burkardt sein Comeback. Vor seiner Verletzung hatte er in Frankfurt sportlich überzeugen können, mit acht Saisontoren und einer starken Präsenz im Strafraum. „Es hat zwei, drei Spiele gedauert, dann war ich top integriert“, beschrieb er seine Anfangsphase in einem vereinsinternen Interview. Umso härter traf ihn die Wadenverletzung Ende November.

Die eigentliche Herausforderung begann jedoch abseits des Rasens. „Die Hauptschwierigkeit lag für mich im ersten Teil der Reha. Das bedeutet, viel allein im Kraftraum arbeiten zu müssen“, sagt Burkardt offen. Insbesondere in der dunklen Jahreszeit und in einer Phase, in der die Ergebnisse in der Bundesliga und Champions League ausblieben, war dies keine einfache Situation. Diese Einsamkeit im Trainingsalltag, fernab der Kabine und der Spieltage, kostete ihn sowohl mental als auch körperlich viel Kraft.

Trotzdem versuchte er, der Phase etwas Positives abzugewinnen. „Rückblickend weiß ich, dass ich wieder einen Widerstand erfolgreich überwunden habe, sobald ich zurückkomme.“ Er nutzte die Zeit, um physisch zuzulegen und gezielt an Torabschlüssen zu arbeiten. Jede Phase biete die Chance, etwas über sich selbst und die Strukturen im Verein zu lernen.

Unter Trainer Albert Riera hat Burkardt klare Vorgaben für seine Rolle erhalten. „Der Trainer hat sehr konkrete Vorstellungen“, betonte er. Als Mittelstürmer gehe es darum, die gegnerische Abwehr zu binden, Räume für das Mittelfeld zu schaffen und sich im richtigen Moment zu lösen. Tiefenläufe, Bälle sichern und Abschlüsse suchen – „die Vollendung der Angriffe habe ich als meine Hauptaufgabe verstanden“.

Bittersüß: Burkardt kam gegen den deutschen Rekordmeister bereits ab der 60. Minute zum Einsatz und erzielte direkt ein Tor, als er in der 77. Minute einen Elfmeter verwandelte. Dennoch verlor die Eintracht am Ende denkbar knapp mit 2:3, sodass beim Comeback des 25-Jährigen kein Sieg gefeiert werden konnte.

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