Joshua Kimmich versucht vergeblich, Serge Gnabry zu einem Interview zu überreden
München – Nach dem überzeugenden 3:1-Sieg des FC Bayern München gegen den FC Chelsea in der Champions League sorgte eine amüsante Szene in der Mixed Zone für Aufsehen. Während Joshua Kimmich wie gewohnt bei den wartenden Journalisten verweilte, hatte Serge Gnabry nur eines im Sinn: schnell nach Hause zu kommen. Doch Kimmich ließ sich nicht so leicht abwimmeln.
Die Episode ereignete sich nach dem erfolgreichen Champions-League-Auftakt in der Allianz Arena. Kimmich und Gnabry verließen gemeinsam die Kabine und gingen durch die Mixed Zone in Richtung Stadionausgang. Während der Mittelfeldspieler, wie gewohnt, bei den Reportern anhielt, setzte Gnabry seinen Weg fort.
Joshua Kimmich, der kürzlich ein brisantes Geheimnis über Gnabry enthüllte, wollte sich diesmal nicht so einfach geschlagen geben. „Komm Serge! Hey Serge! Du triffst doch jede Woche, jetzt komm!“, rief er seinem Teamkollegen nach. Mit diesem humorvollen Hinweis auf Gnabrys aktuelle Torform versuchte der 30-Jährige, seinen Mitspieler doch noch zu einem Gespräch mit den Medien zu bewegen.
Doch Gnabry ließ sich nicht umstimmen und setzte seinen Weg fort. Kimmich erklärte später schmunzelnd: „Ich habe ihm vorhin gesagt, seitdem er trifft, höre ich ihn immer in der Mixed Zone reden, und ich glaube, das hat ihn ein bisschen davon abgehalten, jetzt stehenzubleiben. Das war meine Schuld.“
Der Bayern-Kapitän nutzte die Gelegenheit, um ausführlich über die positive Entwicklung seines Teamkollegen zu sprechen. „Generell zeigt das auch die Qualität des Trainers, dass er sein Vertrauen nicht von einem einzigen Spiel abhängig macht. Gerade bei Serge merkt man, dass dieses Vertrauen zurückkommt und er mehr Sicherheit gewinnt“, erklärte Kimmich die Arbeit von Vincent Kompany.
Besonders die neue Position scheint Gnabry zu liegen. „Dass er jetzt auf einer anderen Position spielt, war am Ende der letzten Saison vielleicht nicht ganz so einfach. Aber man merkt, dass er sich immer mehr damit anfreundet“, analysierte der Mittelfeldspieler. „Er findet seine Räume und kann dort seine Stärken einbringen. Er wirkt sehr, sehr frei – sowohl auf dem Platz als auch neben dem Platz, und das spiegelt sich in seiner Leistung wider.“
In dieselbe Richtung äußerte sich Bayern-Boss Christoph Freund, der beim einstigen „Verkaufskandidaten“ plötzlich von einer Vertragsverlängerung spricht. Die entspannte Atmosphäre nach dem Spiel und der lockere Umgang zwischen den beiden Bayern-Kumpels zeigen die positive Stimmung im Team unter Trainer Vincent Kompany. Während Kimmich seine Rolle als Mediensprecher ernst nimmt und gerne über seine Mitspieler spricht, bleibt Gnabry seinem Stil treu und meidet das Rampenlicht.