Jude Bellingham sorgt nach El Clásico für Kontroversen

Jude Bellingham sorgt nach El Clásico für Kontroversen

Real Madrid hat einen wichtigen Sieg im El Clásico gefeiert, doch das Verhalten von Jude Bellingham nach seinem Tor könnte Konsequenzen nach sich ziehen.

Madrid – Der El Clásico zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona ist stets ein Highlight im Fußballkalender, doch diesmal stand nicht nur das Ergebnis im Fokus. Jude Bellingham, der englische Mittelfeldstar von Real Madrid, war entscheidend an beiden Toren beim 2:1-Sieg beteiligt. Zunächst bereitete er das 1:0 für Kylian Mbappé vor, bevor er selbst den entscheidenden Treffer erzielte. Allerdings sorgte sein Jubel für Kontroversen.

Nach seinem Tor ließ sich Bellingham zu einer obszönen Geste hinreißen: Er streckte die Zunge heraus und fasste sich in den Schritt. Diese Aktion verbreitete sich schnell in den sozialen Medien und könnte Disziplinarmaßnahmen seitens der spanischen Liga nach sich ziehen. Bereits bei der EM 2024 hatte Bellingham mit einer ähnlichen Geste für Aufsehen gesorgt und war mit einer Geldstrafe sowie einer Spielsperre auf Bewährung belegt worden.

Die Parallelen zu dem Vorfall bei der EM 2024 sind unübersehbar. Damals erklärte Bellingham, die Geste sei ein „Insider-Witz“ gegenüber Freunden gewesen. Die UEFA war jedoch nicht überzeugt und verhängte eine Strafe. Nun droht ihm als Wiederholungstäter eine noch härtere Sanktion – diesmal von der spanischen La Liga.

Die Reaktionen auf Bellinghams Verhalten waren gemischt. Sein Trainer Xabi Alonso lobte zwar seine sportlichen Leistungen, äußerte sich jedoch nicht direkt zu der Geste. Auf dem Spielfeld geriet Bellingham zudem mit Barcelonas Pedri aneinander, was die Spannungen weiter anheizte. Pedri forderte Konsequenzen vom Schiedsrichter, während Bellingham mit einer spöttischen Bemerkung konterte: „Nicht einmal mit Negreira.“

Diese mutmaßliche Aussage galt als Spitze im Zusammenhang mit den laufenden Ermittlungen gegen den FC Barcelona, die millionenschwere Zahlungen an José María Enríquez Negreira, den ehemaligen Vizepräsidenten des spanischen Schiedsrichterausschusses, betreffen. Kurz vor Abpfiff erhielt Pedri selbst die Gelb-Rote Karte.

Auch in den sozialen Medien setzte Bellingham seine Provokationen fort. Auf Instagram schrieb er: „Worte sind nur Schall und Rauch. Auf geht’s, Madrid – für immer!“ Dies war eine klare Antwort auf die Bemerkungen von Barcelonas Lamine Yamal, der vor dem Spiel für Unmut auf madrilenischer Seite gesorgt hatte: „Sie werden bevorzugt und beschweren sich dann auch noch“, sagte der Youngster der Katalanen.

Die obszöne Jubel-Geste könnte nun zumindest ein Nachspiel für Bellingham haben. Während die sportlichen Leistungen des Engländers unbestritten sind, wirft sein Verhalten Fragen auf, die sowohl für ihn als auch für Real Madrid Konsequenzen haben könnten. Ob und welche Strafe letztlich verhängt wird, bleibt abzuwarten. Die kommenden Wochen werden zeigen, wie die spanische Liga mit dem Vorfall umgeht und welche Lehren Bellingham daraus zieht.

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