Julian Weigl Abwesend beim Saisonstart von Borussia Mönchengladbach
Julian Weigl war beim Heimspiel von Borussia Mönchengladbach gegen den Hamburger SV nicht im Kader. Roland Virkus äußerte sich zu einem möglichen Transfer des Spielers.
Mönchengladbach – Während des Trainingslagers hatte Julian Weigl seine Verbundenheit zu Borussia Mönchengladbach betont und keine Ansprüche auf das Kapitänsamt erhoben. Nach seiner Degradierung aus dem Mannschaftsrat und der Startelf nahmen jedoch die Gerüchte über einen bevorstehenden Abgang zu.
Weigl fehlte beim Bundesliga-Auftaktspiel gegen den Hamburger SV, das mit 0:0 endete. Rocco Reitz und Philipp Sander begannen in der Startelf, während Jens Castrop, Oscar Fraulo und Florian Neuhaus auf der Bank Platz nahmen. Die Gladbacher haben offenbart, dass Weigl aufgrund eines möglichen Transfers nicht im Kader war. Nach dem Schlusspfiff gab Roland Virkus weitere Informationen preis.
„Die Entscheidung, ihn nicht in den Kader zu nehmen, haben Julian und wir gemeinsam getroffen. Es laufen Gespräche, und wir haben gesagt, es ist besser, ihn herauszunehmen“, erklärte Virkus, der aus verständlichen Gründen nicht verraten wollte, welcher Klub an Weigl interessiert ist. Bisher kursierten Gerüchte über ein Engagement in Saudi-Arabien.
Die Tendenz deutet auf einen Abschied aus Gladbach nach drei Jahren hin, jedoch ist noch nichts endgültig entschieden. „Das bedeutet jedoch nicht, dass die Gespräche so positiv verlaufen, dass er den Klub tatsächlich verlässt“, ließ Virkus die Möglichkeit eines Verbleibs offen. Ob dieses Szenario am Sonntagabend wahrscheinlich ist, bleibt fraglich.
Falls Weigl Borussia verlassen sollte, „würde man darüber nachdenken, wie man die Position neu besetzen kann“, deutete Virkus einen möglichen Neuzugang für das zentrale Mittelfeld an. Auch wenn der ehemalige Vizekapitän gegen den defensiv agierenden HSV „mit Pässen zwischen den Linien“ eine wichtige Rolle hätte spielen können, wird möglicherweise trotzdem ein „Reparierer“ gesucht.
„Jedes Spiel hat eine andere Dynamik. Heute hast du gegen einen tief stehenden Gegner gespielt, da spielt das Reparieren nur bedingt eine Rolle. In solchen Spielen hilft Julian, schneller aus dem Druck herauszukommen, aber in anderen Spielen wird es wichtig sein, einen Reparierer zu haben“, erläuterte Virkus.
Bevor ein möglicher Abräumer verpflichtet werden kann, durch den Rocco Reitz seine offensiven Qualitäten besser entfalten könnte, muss Weigl jedoch zunächst abgegeben werden. Die Verantwortlichen werden ihre Hausaufgaben gemacht und bereits entsprechende Alternativen identifiziert haben. Wie hektisch das Transferfinale von Gladbach wird, bleibt abzuwarten.