Kai Havertz verpasst Champions-League-Titel, schreibt aber Geschichte

Kai Havertz verpasst Champions-League-Titel, schreibt aber Geschichte

Kai Havertz hat den Champions-League-Titel mit dem FC Arsenal verpasst, doch der DFB-Star hat sich dennoch in die internationalen Geschichtsbücher eingetragen.

Budapest – Die angestrebte internationale Krönung für den englischen Meister aus London blieb ein Traum. Der FC Arsenal verlor am Samstagabend ein hart umkämpftes Finale gegen Paris St. Germain. Nach 120 Spielminuten ohne Entscheidung musste das Elfmeterschießen herhalten. Die Stars von PSG bewiesen die besseren Nerven in einem Spiel, das vom deutschen Schiedsrichter Daniel Siebert hervorragend geleitet wurde.

Der Abend begann vielversprechend für die Gunners. Kai Havertz erzielte bereits nach wenigen Minuten das erste Tor, und die starke Defensive von Arsenal konnte sich auszeichnen. Zwei Fehlschüsse vom Punkt sorgten jedoch für Tränen der Enttäuschung. Auch Havertz nahm seine Silbermedaille mit einem traurigen Gesichtsausdruck entgegen, da sein Treffer letztlich bedeutungslos blieb.

Für Havertz persönlich war der Abend jedoch historisch. Er ist der dritte deutsche Spieler, der in zwei Champions-League-Endspielen ein Tor erzielt hat. 2021 traf Havertz im Trikot des FC Chelsea gegen Manchester City und feierte am Ende den Titel.

Zuvor hatten bereits die Bayern-Legenden Franz Roth und Gerd Müller dieses Kunststück in den 1970er Jahren vollbracht, als der Wettbewerb noch als Europapokal der Landesmeister bekannt war. Zudem ist Havertz der dritte Spieler, der mit zwei verschiedenen Klubs im CL-Endspiel traf, eine Besonderheit, die nur Cristiano Ronaldo und Mario Mandžukić teilen.

In einem Interview mit dem Guardian hatte der Arsenal-Stürmer zuvor geäußert, dass eine Wiederholung des internationalen Triumphes ein Traum wäre. „Als Kind hätte ich mir nie träumen lassen, dass ich im Finale ein Tor schießen und das Spiel gewinnen würde. Darauf werde ich immer stolz sein. Ich versuche einfach, dieses Gefühl mitzunehmen, und hoffe, dass es noch einmal passieren wird.“ Nach der Niederlage gegen PSG ist der Traum von einem weiteren Titel jedoch vorerst geplatzt, und die Enttäuschung überwiegt.

Havertz sagte: „Wir können stolz auf die Saison sein. Wir haben die Meisterschaft gewonnen, aber natürlich ist man direkt nach dem Spiel ein bisschen angeschlagen.“ Das „Top-Gefühl“, das er nach seinem Treffer verspürte, wich dem Frust. „Trotzdem bringt es mir jetzt nicht sehr viel, muss ich sagen.“ Für Havertz geht es nun direkt zur deutschen Nationalmannschaft, wo er bei der WM eine neue Chance hat, Geschichte zu schreiben.

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