Kakadu wird zum Maskottchen von Bayern München

Kakadu wird zum Maskottchen von Bayern München

Der Kakadu gehört ursprünglich zu einem Restaurant in der bayerischen Landeshauptstadt. Er ist auf allen Fotos des jüngsten Bundesliga-Triumphs des FC Bayern München zu sehen und prangt auf den T-Shirts, die Spieler und Staff zu diesem Anlass trugen. Dabei handelt es sich nicht um den wichtigsten Sponsor des deutschen Klubs oder um eine der klassischen Jubelparolen, sondern um einen weißen Papagei – genauer gesagt, einen Kakadu.

Aufmerksame Fans erinnern sich bereits an das vergangene Jahr, als der Kakadu zum ersten Mal auftauchte – in Form einer kleinen Statue, die die Spieler zusammen mit der Meisterschale einmal um das Spielfeld trugen. Auch in diesem Jahr war er beim Spiel dabei, das dem Klub den 35. Titel seiner Geschichte einbrachte. So sehr, dass ihm auf der offiziellen Website des rot-weißen Teams eine eigene Seite gewidmet wurde.

Der ursprüngliche Besitzer, Michael Käfer, leitet ein Restaurant in München. Auf der Website seines Lokals schrieb er, dass der Kakadu vermutlich aus freien Stücken davongeflogen sei, um „ein großes Fußballabenteuer aus nächster Nähe mitzuerleben“. Dies ist die erste Erklärung, wie der Kakadu in die Arme der Spieler gelangte.

Die zweite, deutlich plausiblere Erklärung besagt, dass die Spieler ihn sich schlicht „ausgeliehen“ haben – von den Regalen des Restaurants. „Seitdem ist er zu einem Talisman für den Klub geworden, so sehr, dass er beim Supercup-Sieg zu Saisonbeginn mit aufs Feld genommen wurde“, betont Käfer. Am Sonntag, dem 19. April, tauchte er zur Meisterschaft erneut auf, selbst auf den T-Shirts, die an diesem Tag überall zu sehen waren.

Dieses Shirt kann man selbstverständlich auch kaufen: Es kostet 30 Euro und ist direkt über die Website erhältlich, in Damen-, Herren- und Kinderversion. Alternativ gibt es auch eine Kappe. Das Motiv zeigt den weißen Papagei, der auf seinem Sockel thront, mit dem roten Trikot des Klubs und einer Medaille um den Hals, die an die deutsche Trophäe erinnert.

Die Original-Statuette hingegen wurde von Leon Goretzka im Triumphzug getragen – erst vor der Südkurve der Fans, dann bei den Feiern auf und neben dem Platz. „Er hat schon die Feierlichkeiten im vergangenen Jahr dominiert. Wir mussten lange warten, bevor wir ihn wieder aus dem Käfig holen konnten“, erklärte der Mittelfeldspieler.

Auch die Social-Media-Kanäle des Klubs begleiteten die Geschichte des Keramikvogels aus nächster Nähe. Dies zeigt sich in den vielen Posts, bei denen – ganz ohne Foto oder Text – das Einfügen eines Papagei-Emojis genügte, um Fans aus aller Welt zu begeistern, bereit, Spieler und Kakadu bei der nächsten Mission zu unterstützen.

Der Glücksbringer könnte schon an diesem Mittwoch reichlich zu tun bekommen, wenn Bayern gegen Leverkusen um den Einzug ins Finale des DFB-Pokals spielt. Eine Woche später folgt das Champions-League-Halbfinale gegen Paris Saint-Germain. Und falls es wieder klappt: Wie wird gefeiert? Goretzka verriet einen „Scoop“: Er trinkt nur Champagner. Doch vielleicht sollte man das seinen Fans besser nicht erzählen. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit Corriere della Sera)

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