Kapitän Jackson Irvine kritisiert FC St. Pauli nach Abstieg

Kapitän Jackson Irvine kritisiert FC St. Pauli nach Abstieg

Nach dem Abstieg des FC St. Pauli aus der Fußball-Bundesliga äußerte Kapitän Jackson Irvine scharfe Kritik, die von Sportchef Andreas Bornemann scharf zurückgewiesen wurde.

Hamburg – Der Frust beim FC St. Pauli sitzt nach dem Abstieg tief. Unmittelbar nach der entscheidenden Niederlage gegen den VfL Wolfsburg (1:3) brachen die Emotionen bei den Spielern hervor. Kapitän Jackson Irvine weinte und sprach offen über seine Gefühle. Einige seiner Äußerungen fanden jedoch bei den Verantwortlichen des Vereins kein Gehör, im Gegenteil: Sportchef Andreas Bornemann erteilte dem australischen Spieler dafür eine deutliche öffentliche Rüge.

Jackson Irvine hatte angemerkt, dass in der vergangenen Saison die Fortschritte der Vorjahre gefährdet wurden und dass alle Beteiligten beim FC St. Pauli sich hinterfragen müssten. Diese Aussage brachte Andreas Bornemann zur Weißglut: „Das ist mein Lieblingsthema: Was ist meine Rolle? Als Mannschaftsführer ist das eine Vielzahl von Aufgaben, darunter die Integration neuer Spieler und das Aufzeigen von Missständen“, wurde Bornemann vom „Hamburger Abendblatt“ zitiert.

Er stellte klar, dass es nicht Irvine zustehe, über seine Rolle hinaus zu urteilen: „Das mache nicht einmal ich. Meine Aufgabe ist es, die besten Ressourcen zu nutzen, die mir zur Verfügung stehen.“ Zudem betonte Bornemann, dass es nicht die Verantwortung des Kapitäns sei, den Verein dazu aufzufordern, sich auf allen Ebenen zu hinterfragen. Ihn störte auch der Eindruck, dass nur „ein kleiner Kreis von zwei, drei Personen um den Kapitän herum“ an den Entwicklungen beteiligt sei. Bornemann, der schon länger im Verein ist, wies darauf hin, dass viele Personen zur Entwicklung des Vereins beitragen und dass dieser sich in allen Bereichen weiterentwickeln wolle.

Auch die Ankündigung von Jackson Irvine, nach dem Abstieg bei den „Kiezkickern“ bleiben zu wollen, stieß auf gemischte Reaktionen. „Er ist Teil der Analyse und Aufarbeitung. Er hat einen Vertrag, das steht fest, aber er ist auch Teil des Abstiegs. Das können wir nicht leugnen“, zitiert die „Mopo“ Andreas Bornemann. Er machte deutlich: „Es dürfte niemand entgangen sein, dass dies nicht die beste Saison von Jackson Irvine für den FC St. Pauli war.“ Es bleibt abzuwarten, ob der Verein trotz des Treuebekenntnisses von Irvine weiterhin mit seinem Kapitän planen möchte.

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