Karim Adeyemi äußert sich zum Waffen-Skandal

Karim Adeyemi äußert sich zum Waffen-Skandal

Karim Adeyemi, Flügelspieler von Borussia Dortmund, hat sich erstmals zu dem Vorfall im Zusammenhang mit seiner Anklage wegen Waffenbesitz geäußert. Auch ein Funktionär des Vereins nahm Stellung zu diesem Skandal.

Nach seiner Rückkehr von der Länderspielreise mit der DFB-Auswahl hat Adeyemi über die strafrechtlichen Vorwürfe gesprochen, die ihm wegen illegalen Waffenbesitzes gemacht wurden. Der Spieler erhielt eine Geldstrafe in Höhe von 450.000 Euro.

Vor dem Training von Borussia Dortmund am Mittwoch fand ein Gespräch zwischen Sportdirektor Sebastian Kehl, Geschäftsführer Lars Ricken und Adeyemi statt. „Wir haben die Angelegenheit sehr ernst genommen und konnten mit Karim Adeyemi ausführlich über sein Verhalten sprechen. Er bereut seinen Fehler zutiefst“, erklärte Ricken gegenüber Sky Sport.

Darüber hinaus nahm Ricken seinen Spieler in Schutz: „Es ist wichtig zu beachten, dass er eine hohe Geldstrafe zahlen musste, niemand geschädigt wurde und er weiterhin als nicht vorbestraft gilt.“ Zuvor hatte DFB-Präsident Rudi Völler Adeyemis Verhalten als „naiv und dumm“ bezeichnet. Adeyemi selbst äußerte sich ebenfalls demütig zu seinem Fehlverhalten.

„Es fällt mir nicht leicht, darüber zu sprechen: Anfang 2024 habe ich aus Leichtsinn und ohne nachzudenken eine sogenannte Mystery Box im Internet bestellt, in der sich auch waffenrechtlich verbotene Gegenstände befanden. Monate später wurde das Paket, das ich nicht geöffnet hatte, zufällig von der Polizei sichergestellt“, erklärte Adeyemi.

„Trotzdem war es ein großer Fehler, den ich zutiefst bedauere. Er hat mich viel gekostet“, fügte der 23-Jährige hinzu. Er betonte, dass er sich seiner Vorbildfunktion bewusst sei und diese nicht gerecht geworden sei. Nach dem Krisengespräch versicherte Lars Ricken, dass „Karim versprochen hat, einen solchen Fehler nicht zu wiederholen. Wir vertrauen ihm, dass er sich daran hält.“

„Ich habe daraus gelernt und verspreche, solche Fehler in Zukunft zu vermeiden. Danke an alle, die mir trotz allem Vertrauen und Unterstützung entgegenbringen“, schloss Adeyemi seine Entschuldigung. In naher Zukunft wird der Nationalspieler die Nordstadtliga besuchen, ein soziales Projekt in Dortmund, wo er mit Kindern trainieren wird – möglicherweise auch, um sein öffentliches Bild zu verbessern.

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