Kevin Trapp verlässt Eintracht Frankfurt für Paris

Kevin Trapp verlässt Eintracht Frankfurt für Paris

Der überraschende Wechsel von Vereinsikone Kevin Trapp hat das Umfeld von Eintracht Frankfurt in Aufruhr versetzt. Sportvorstand Markus Krösche erläuterte die Hintergründe der Entscheidung.

Frankfurt – Nur wenige Tage vor dem Beginn der Pflichtspiele veranstaltete Eintracht Frankfurt einen Familientag. Die festliche Stimmung wurde jedoch erheblich getrübt, als die Nachricht über Trapps Verbindung zu Paris FC bekannt wurde. Am darauffolgenden Sonntag stand der Torhüter bereits nicht mehr im Tor beim Spiel gegen den Oberligisten FV Engers, das mit 5:0 gewonnen wurde. Viele Fans waren emotional betroffen von dieser Entwicklung.

Trapp war über einen Zeitraum von zehn Jahren die Nummer 1 der Hessen und zählte zu den letzten Helden des Europa-League-Triumphs im Kader des Vereins. „Kevin ist eine Vereinsikone. Sein Beitrag zum Erfolg von Eintracht Frankfurt ist unbestreitbar – und das nicht nur durch den Europa-League-Titel, den er uns fast im Alleingang gesichert hat“, sagte Markus Krösche im Logentalk von Hit Radio FFH.

Auch das erstmalige Erreichen der Champions League über die Bundesliga sei unter anderem ihm zu verdanken gewesen. Trotz gesundheitlicher Schwierigkeiten in der Saison 2024/25 war Trapp im entscheidenden Moment, nach der schweren Verletzung von Kaua Santos, zur Stelle. Dennoch sahen einige Beobachter in seinem plötzlichen Abgang in die französische Hauptstadt eine Flucht vor dem Konkurrenzkampf.

Krösche stellte jedoch klar: „Es war eine Entscheidung für Paris und nicht gegen die Situation in Frankfurt. Kevin hat dort einen langfristigen Vertrag unterschrieben. Paris ist eine seiner Lieblingsstädte.“ Der Konkurrenzkampf unter den Torhütern sei, wie in jedem Team, vorhanden. Auch für Trapps Nachfolger Michael Zetterer gelte das Leistungsprinzip; kein Profi habe einen Freifahrtschein bei den Hessen.

Trapp habe man den Wunsch nach diesem Neuanfang bewusst nicht verbaut. „Wir haben nach Lösungen gesucht und mit Zetterer jemanden verpflichtet, der Bundesligaerfahrung mitbringt“, so Krösche weiter. Es sei für das junge Team von großem Wert, dass der 30-Jährige bereits schwierige Phasen durchlebt habe. Mit Werder Bremen wurde eine Einigung erzielt, sodass dem Wechsel von Trapp in die Ligue 1 nichts mehr im Wege stand.

In Paris sitzt der 35-Jährige jedoch überraschend auf der Bank. Krösche betonte, dass dies im Vorfeld geklärt wurde. In Frankfurt hat der gebürtige Saarländer jedenfalls Legendenstatus. Vorstandssprecher Axel Hellmann bezeichnete Trapp als den bedeutendsten Torhüter in der Geschichte der Eintracht. Die Türen für eine Rückkehr in anderer Funktion stehen jederzeit offen.

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