Kingsley Coman wechselt in die Saudi Pro League: Unterstützung von Sylvain Wiltord

Kingsley Coman wechselt in die Saudi Pro League: Unterstützung von Sylvain Wiltord

Der Wechsel von Kingsley Coman in die Saudi Pro League hat in letzter Zeit für viel Gesprächsstoff gesorgt. Nun äußert sich eine französische Fußballlegende dazu.

München – Comans Wechsel in die Saudi Pro League hat zahlreiche Diskussionen ausgelöst. Kritiker werfen dem 29-Jährigen vor, seine Karriere zu früh in eine weniger prestigeträchtige Liga zu verlagern, doch der Franzose erhält nun prominente Unterstützung.

Coman unterschrieb einen Dreijahresvertrag bei Al-Nassr in Saudi-Arabien. Für viele Fans kam dieser Schritt überraschend, doch Sylvain Wiltord kann die Entscheidung nachvollziehen. Im Gespräch mit SPORT1 erklärte der 51-Jährige: „Seien wir doch mal ehrlich: Wer würde denn solch ein lukratives Angebot ablehnen?“

Der ehemalige französische Nationalspieler, der in seiner aktiven Laufbahn für Bordeaux, Arsenal und Lyon spielte, hob Comans Verdienste in München hervor.

„King hat in München zehn Jahre verbracht. In der heutigen Fußballwelt ist das eine Rarität. Mit dem FC Bayern hat er alles gewonnen. Der Schritt, nach Saudi-Arabien zu wechseln, ist nachvollziehbar. Es ist der richtige Zeitpunkt. Man lebt nur einmal und womöglich hätte er eine zweite Chance nie mehr bekommen“, so Wiltord.

Auch die oft geäußerte Kritik an der sportlichen Qualität der Liga weist Wiltord zurück: „Die saudi-arabische Liga ist Jahr für Jahr konkurrenzfähiger geworden. Man braucht sich dabei nur all die berühmten Namen anzuschauen. Das ist schon der Wahnsinn, auch mit der Tatsache verbunden, dass mittlerweile auch junge, talentierte Spieler dort ihr Geld verdienen. Bei der letzten Klub-WM konnte man ja sehen, dass diese Klubs immer besser werden.“

In der Zwischenzeit gibt es neue Details zum finanziellen Rahmen des Transfers. Anders als zunächst berichtet, kassierte der FC Bayern laut dem saudi-arabischen Portal Arriyadiyah nur 24 Millionen Euro Ablöse. Zusätzlich übernahm Al-Nassr Solidaritätszahlungen in Höhe von einer Million Euro an Comans Jugendklubs. Zuvor war von knapp 30 Millionen Euro und möglichen Bonuszahlungen die Rede gewesen.

Auch beim Gehalt relativieren sich die kolportierten Zahlen. Während zuletzt von bis zu 20 Millionen Euro jährlich die Rede war, soll Coman laut Arriyadiyah „nur“ rund 12,5 Millionen Euro pro Jahr verdienen. Sein Vertrag in Riad läuft bis 2028.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Transfer finanziell für den FC Bayern weniger einbrachte als zunächst vermutet. Für Coman war es jedoch möglicherweise die letzte Gelegenheit, einen langfristigen und lukrativen Vertrag zu unterschreiben. Aus Sicht von Wiltord ist die Entscheidung daher absolut nachvollziehbar.

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